Schadensminderungspflicht und Nutzungsausfallentschädigung

Ich hatte vor über einem halben Jahr einen Unfall mit meinem Dacia Duster und erst jetzt ist der Fall abgeschlossen. Leider mit einem unbefriedigenden Ende, denn über 1000€ an Nutzungsausfallentschädigung bleiben unbezahlt.

Mein Fahrzeug wurde wegen einem Defekt des rechten Scheinwerfers vom Gutachter als „nicht verkehrssicher“ eingestuft und die geforderte Nutzungsausfallentschädigung hätte mir den Verzicht meines beschädigten Fahrzeugs bis zur Reparatur ausgleichen sollen. Während der zweiwöchigen Reparatur hatte ich Zugriff auf ein Werkstattersatzwagen, den die gegnerische Versicherung aber bezahlt hat.

Leider war meine Anwältin der Meinung, dass ich meiner Schadensminderungspflicht nich nachgekommen wäre und hat deshalb keinen Anspruch auf die Nutzungsausfallentschädigung erhoben. Problematisch war hierbei die lange zeitliche Spanne zwischen dem Unfall und und der Reparatur (Unfall: 29.05. –> Reparatur 20.06.).

Sehr ärgerlich, denn ich habe mein Fahrzeug am Tag nach dem Unfall einem Renault Autohaus vorgeführt und dort gleich den Reparaturauftrag unterschrieben (das sogar ohne die Zusage der Schadensdeckung durch die gegnerische Versicherung). Außerdem habe ich den ersten zugesicherten Termin zur Gutachtervorfürung sowie zur Reparatur wahrgenommen. Dabei kamen beide Termine von dem Renault Autohaus und sind auf die Auftragslage von Gutachter und dem Autohaus zurückzuführen.

Ich hatte mich zwar direkt nach dem Unfall u.a. mit der Thematik der Schadensminderungspflicht beschäftigt, bin aber davon ausgegangen, dass es lediglich von meiner Seite aus zu keinen Verzögerungen hätte kommen dürfen und durch mein Verhalten keine Folgeschäden entstehen hätten dürfen (z.B. Fahrten mit dem Fahrzeug trotz defekten Ölleitungen und dadurch folgendem Motorschaden)

Gemeint ist dabei aber auch, dass ich vor der Auftragserteilung alle Werkstätten im Umkreis hätte aufsuchen müssen und mir von allen ein Reparaturdatum geben lassen müssen. Zum Nachweis natürlich schriftlich. Im Anschluss hätte ich dann die Werkstatt mit den kürzesten Wartezeiten aussuchen müssen. Das gleiche Spiel hätte ich auch mit den Gutachtern machen müssen. In welchem Aufwand/Nutzenverhältnis das steht und ob das tatsächlich eine kürzere Schadensabwicklung bezweckt hätte als den Reparaturauftrag sofort zu unterschreiben wage ich zu bezweifeln. Außerdem wären mir diese Mehraufwendungen ja auch nicht erstattet worden.

Ich war selbst schon Unfallverursacher bei einem Verkehrsunfall und hatte dabei weniger organisatorische und finanzielle Auslagen und Aufwendungen als in dem aktuellen Fall als Geschädigter.



Blende der Mittelkonsole am W204 tauschen

Leider kann die mit Softlack überzogene Blende der Mittelkonsole nicht den restlichen Qualitätsstandard des Innenraums halten und beginnt schon recht früh abzublättern und zu verkratzen.

Auch in anderen Fahrzeugen hat Mercedes schlechte Erfahrungen mit Softlacken gemacht. Bei den älteren SLK Modellen wird von „Sommersprossen“ gesprochen.

UV-Licht, Hitze und manuelle Belastungen  an den Kanten z.B. durch Gegenstände, die in die Ablagen gelegt werden und an der Blende streifen, lassen diese mit der Zeit sehr unansehnlich erscheinen.

Wenigstens muss man mit diesem optischen Manko nicht leben und kann selbst sehr schnell Abhilfe schaffen.

Die Blende hat die Artikelnummer: 204 680 01 07 und kostet bei Mercedes 19,95€ exkl. MwSt. Achtet aber auf die Farbwahl, damit sie auch zur restlichen Innenausstattung passt.

Der Austausch ist denkbar einfach, denn die Blende ist mit nur einer Torx Schraube gesichert, die sichtbar wird sobald man die linke Gummiablage nach oben herausgezogen hat.

Ist die Schraube gelöst, muss die Blende nut noch beherzt nach oben herausgezogen werden. Hierzu empfiehlt es sich, die Jalousie nach hinten zu schieben und mit den Fingern in den Schacht zu greifen und das Kunststoffteil von hier aus zu packen. Bis sich die erste Klammer gelöst hat erfordert es recht viel Mut, genügend Kraft aufzuwenden aber ihr werdet sehen, dass nicht viel passieren kann. Achtung nur dass die Blende am Ende nach vorne abgezogen wird und sich unter die Armablage schiebt. Schaut euch einfach vorher den Aufbau der neuen Blende an.

Ist die Blende abgezogen, kann die neue auch einfach wieder eingeschoben und aufgeklickt werden. Im Anschluss noch die Schraube rein und den Kleingeldbeutel einstecken.

Die ganze Aktion dauert keine 5 Minuten und wertet den Innenraum massiv auf.



TSA Schlüssel aus dem 3D-Drucker

Vor ein paar Wochen habe ich auf Heise einen Artikel gelesen, dass es wohl aufgrund eines Bildes von TSA-Schlüsseln gelungen ist Reproduktionen dieser Schlüssel aus dem 3D-Drucker zu erstellen. Natürlich wollte ich das selbst auch einmal ausprobieren und bin dabei erst einmal auf die Suche nach einem TSA-Schloss gegangen und habe das erstbeste gekauft.

TSA-Schlösser erlauben es dem Sicherheitspersonal z.B. an Flughäfen verdächtige Gepäckstücke zerstörungsfrei und schnell zu öffnen und zu durchsuchen. Dafür bieten die TSA-Schlösser dem Sicherheitspersonal eine „Hintertür“ über einen Schließzylinder ohne dass diese die Zahlenkombination wissen müssen.

Anscheinend existieren sieben unterschiedliche TSA-Schließzylinder, die jeweils auf dem Schloss selbst mit der entsprechenden Nummer versehen sind. Mein gekauftes Schloss trug die Nummer: „007“. Somit konnte ich mir gleich das entsprechende Design zu meinem Schloss herunterladen und den Druck beginnen.

TSA007

TSA007

Nach einer Druckdauer von ca. 30 Minuten bei mittlerer Qualität hatte ich den Schlüssel auch bereits in der Hand. Im ersten Moment hatte ich etwas Zweifel, dass ich den Schlüssel unbeschädigt wieder aus meinem Schloss herausbekommen würde. Aber nach dem sanften Einführen des Schlüssels lies sich das Schloss ohne großen Wiederstand drehen und das TSA-Schloss war offen.

Normales PLA-Filament scheint also auszureichen, dass selbst dieser filigrane Schlüsselbart nicht abbricht. Kein Hakeln, kein Kraftaufwand. Die Druckerauflösung reicht vollkommen aus um dem Schloss einen echten Schlüssel vorzugaukeln.

Der 3D-Druck dieser Schlüssel ist sicherlich  nicht der erste Angriff auf die TSA-Infrastruktur ist. Diese Schlösser befinden sich immerhin seit über 10 Jahren im Umlauf und Lockpicking ist ja inzwischen eine Sportart. Es wäre kaum verwunderlich wenn nicht schon lange die Abtasttiefe der einzelnen Zylinder bekannt wäre.

Ich persönlich würde bei einer Reise keine TSA-Schlösser verwenden und im Zweifelsfall lieber ein neues Schloss nach der gewaltsamen Öffnung meines Gepäcks kaufen. TSA-Schlösser sind inzwischen sehr gängig und nicht nur an Flughäfen ist die Zahl dieser sich im Umlauf bedindenden Schließsysteme sehr hoch. Auch an einer Wand voller Spinde an der ich jeden Tag vorbei gehe finden sich fast 10% TSA Bügelschlösser.

TSA Schlösser zur Sicherung von Spinden

Auf mehrere Meter Entfernung lassen sich TSA-Schlösser aufgrund ihres Logos erkennen. Außerdem steht die Nummer des zugehörigen Schlüssels auf dem Schloss was es dem Angreifer noch einfacher macht gleich beim ersten Versuch den richtigen Schlüssel anzuwenden. Manche Schlösser haben wenigstens einen Indikator ob das Schloss geöffnet wurde. Sicherheit bringt das aber auch keine, denn dann ist das Schloss bereits offen gewesen.



Ultimaker original 3D-Drucker

Vor einiger Zeit hatte ich die Möglichkeit bekommen, mich in der Universität etwas mit einem 3D-Drucker zu beschäftigen und war sofort begeistert von der unerwartet hohen Druckqualität der entstandenen Objekte. Leider war der dortige Drucker recht stark frequentiert und auch für die Aufsicht während des Drucks musste gesorgt sein. Was bei einer Druckdauer von mehreren Stunden oder gar Tagen doch recht schwierig war.

Somit lag es nahe sich gleich nach einem eigenen Modell umzusehen.

Knapp drei Fahrstunden entfernt konnten wir uns einen gebrauchten „Ultimaker original“ abholen und hatten dann aber erst einmal etwas Arbeit mit der Reinigung aller Achsen, die auch zum Teil nicht ganz richtig montiert worden waren was das doch eher schlechte Druckbild des Vorbesitzers erklärte.

Frisch gereinigt, geölt und justiert hatten wir nun daheim unseren eigenen 3D-Drucker stehen und haben uns auf Thingiverse erste Testdesigns heruntergeladen und ausgedruckt.

Eine ganz neue Welt eröffnet sich: Ersatzteile, Haushaltsgegenstände, Ordnungshilfen usw.

Ich möchte hier eine Art kleine FAQ zu meinen Erfahrungen und Empfehlungen abgeben wie ich mit dem 3D-Drucker umgehe und welche Hinweise ich euch mit auf den Weg geben möchte. Im Speziellen geht es hierbei natürlich um den Ultimaker original.

Was kostet die Ausrüstung?

Als Bausatz kostet das Gerät selbst ab 1000€ (+30h selbstständige Arbeit). Fertig zusammengebaut ab 1500€. Gebraucht ab ca.800€. Es empfiehlt sich noch Skalpelle zur Säuberung der Kanten und Klebeband (sog. Blue Tape) zur besseren Haftung des Filaments auf dem Drucktisch zu kaufen. Alles andere nach Bedarf.

Was kostet so ein Druck?

Die Rolle Filament (Das Material -in unserem Fall „PLA„) liegt im Schnitt bei ca. 30€ /750g. Ein Druck kostet also entsprechend des Materialgewichts. 1g = 4ct. Wobei die Rechnung mit recht teurem PLA aufgestellt worden ist. Preislich gibt es da noch sehr viel Spielraum. Aktuell drucken wir mit PLA von ColorFabb. Der Strombedarf liegt auf Höhe eines handelsüblichen Notebooks und fällt damit kaum weiter ins Gewicht. Die Materialkosten sind also verschwindend gering im Gegensatz zu dem Aufwand für das Design, die Vorarbeiten am Drucker und die Drucküberwachung sowie die Gerätebelegung (Druckdauer).

ca. 0,16€ Materialkosten

Wie lange dauert ein Druck?

Sehr lange! Möchte man Objekte in einer ordentlichen Qualität drucken dauert z.b. ein kleiner Schlüsselanhänger ca. 45min. Für größere Objekte habe ich auch schon über 12h eingeplant wobei unsere mögliche Druckfäche von 20*20*20cm bei weitem noch nie ausgereizt worden ist und  wir noch keine all zu komplexen Objekte gedruckt haben.

Kann ich das auch?

Ja! Die anfängliche Lernkurve beim 3D-Drucken ist sehr steil. Eine Unterweisung von ca. 30min. reicht aus um ein Minimum an Grundverständnis zu vermitteln mit dem man dann selbst weiter lernen kann. Dabei kann man selbst kleinere Objekte z.B. aus Thingiverse herunterladen, beurteilen und die ersten Einstellungen am Slicing Programm entsprechend seiner Wünsche vornehmen und den Druck anstarten.

Aber Achtung! Der Teufel steckt beim 3D-Druck im Detail. Plug&Play Handling wie bei einem Laserdrucker: Nein! Es benötigt ein gewisses Interesse und Verständnis an der Technik des Druckers, des Druckens und jede Menge Geduld.  3D-Druck verläuft nicht immer reibungslos.

Lohnt sich ein eigener 3D-Drucker für mich?

zu 80% Nein! Überlegt euch vorher ob ihr langfristig einen eigenen 3D-Drucker braucht. Ich gehe davon aus, dass sich ein Großteil der Menschen nicht mehr mit ihren 3D-Druckern beschäftigt sobald sie sich auch den letzten unnützen Gegenstand bei Thingiverse gedruckt haben. Ab jetzt muss man sich überlegen weiterhin auf neue Designs von Einkaufswagenchips anderer Leute zu warten die man dann nachdrucken kann oder selbst als Konstrukteur anfängt und ordentliche Gegenstände seinen individuellen Bedürfnissen entsprechend entwirft.

Wer keine eigenen Projekte verfolgt, wenig Kreativität oder technisches Interesse oder Verständniss an den Tag legt und vor allem keine Geduld hat sich mit der Sache ordentlich zu beschäftigen steigt hier vermutlich schnell aus.

Spare ich mit einem 3D-Drucker Geld? (Nie wieder Ersatzteile kaufen müssen)

Mit etwas Glück handelt es sich um ein gängiges Teil (z.B. Ikea Kleinteile). Dann ist die Chance groß, dass sich schon jemand die Mühe gemacht hat ein Objekt zu konstruieren. Zu 90% wird es aber so verlaufen: Kleinteil im Haushalt kaputt –> Kein Objekt bei Thingiverse –> Ersatzteil doch beim Hersteller kaufen.

Beim ersten Mal macht ihr euch noch die Mühe in stundenlanger, liebevoller Arbeit ein Modell selbst zu konstruieren und mehrere Testdrucke zu machen nur um 10€ für ein Ersatzteil zu sparen. Interessant ist die Eigenkonstruktion nur für Einzelanfertigungen oder sehr rare oder teure Ersatzteile.

Außerdem müsst ihr beachten, dass euer Filament für den Einsatzbereich des Ersatzteils auch geeignet sein muss. Lebensmittelecht?, Temperaturstabil?, Mechanische Belastungen?, UV-Beständigkeit? usw. Es gibt zwar inzwischen Spezialfilamente, die die og. Eigenschaften mitbringen aber letztendlich muss jeder selbt entscheiden ob er die Zeit investieren kann und möchte.

3D-Druck kann viel aber noch lange nicht alles.

Noch ein paar Jahre warten bis die 3D-Drucker besser werden?

Plug&Play Drucker wird es meiner Meinung nach auch in 5 Jahren noch nicht geben. Ein wachsames Auge wird man vermutlich immer auf den Druck haben müssen. Vorarbeiten, Justage, Wartung usw. werden auch in näherer Zukunft nicht anders verlaufen als jetzt. Was sich vermutlich verändern wird sind die Preise für die Geräte. Aber auch dann wird es den 3D-Drucker für 300€ und das Gerät für mehrere tausend Euro geben. So wie jetzt auch. Auch wenn es gerne so publiziert wird, dass in Zukunft jeder seinen eigenen 3D-Drucker im Haushalt haben wird glaube ich nicht daran. Modellbauer, Bastler und Technikbegeisterte werden damit auf jeden Fall etwas anfangen können aber nicht der Durchschnittsbürger.

Wie verläuft der Prozess von der Idee bis zum fertigen Objekt?

Das schöne am 3D-Drucken ist, dass jeder mit etwas Mühe und liebe zum Detail den Prozess von der Idee bis zum fertigen Objekt alleine durchziehen kann. Mit Konstruktionstools wie z.b. Inventor lassen sich die Gegenstände entwerfen. Im Anschluss werden die Objekte mit einem sog. Slicing Programm in Maschienencode (gcode) übersetzt. Hierbei kann mit sehr vielen Parametern Einfluss auf das Druckergebnis genommen werden (schneller Druck, hochwertiger Druck, Filamenttemperatur, Wandstärken, Objektfüllung usw.) Die .gcode Datei wird im Anschluss auf den Drucker übertragen. Bei Bedarf müssen am Ende noch z.B. Stützstrukturen aus dem Objekt entfernt werden. Hier noch eine Videoempfehlung dazu: Link

Von der Idee bis zum Produkt (Design in Inventor, Slicing in Cura, Druck, Fertiges Produkt in der Anwendung

Daheim drucken? Was beachten?

Der Drucker sollte in keinem Raum stehen in dem man sich während der Druckdauer permanent aufhält. Das Gerät emittiert eine gewisse Geräuschkulisse der man sich sicherlich nicht auf die Dauer aussetzen möchte. Vergleichen würde ich die Lautstärke mit einem durchschnittlichen Tintendrucker im Betrieb.

Gleichzeitig sollte während der Druckdauer nicht zu viel Temperaturänderung stattfinden um für eine möglichst gleichmäßige Abkühlung des PLA zu gewährleisten. Ansonsten kann sich das Objekt je nach Beschaffenheit verziehen. Lüften beim Drucken: lieber nicht.

Gleichzeitig sollte man beachten, dass manche Filamente wie z.B. ABS keine sonderlich gesundheitsförderlichen Dämpfe emittiert. PLA ist hier glücklicherweise etwas weniger bedenklich.

Eine Überwachung während des Druckens halte ich persönlich für notwendig. Bei ca. 1/10 aller Drucke sind bei mir bis jetzt Komplikationen aufgetreten. Als Problemquelle war hierfür meistens die Filamentrolle verantwortlich die nicht ordentlich aufgewickelt war und sich verhakt hatte. Zwar passierte hierbei nicht mehr als dass der Drucker im leeren Raum gedruckt hatte aber bei sehr langen Druckdauern ist es äußerst ärgerlich wenn man das Problem erst nach mehreren Stunden feststellt um den Druck neu starten zu können. Hierfür verwende ich ein altes Smartphone als Webcam (IP Webcam im Android Strore). Somit kann ich den Druck auch von unterwegs verfolgen und notfalls früher eingreifen.

IP Webcam

IP Webcam

Was ich noch mit den Drucker anstellen werde wird sich noch herausstellen. Es stehen einige Projekte für Gehäuse zur Heimautomation, zur Ordnungshaltung und Ersatzteilproduktion an. Verfolgt mich auf Thingiverse und natürlich auch hier im Blog werden sich bald einige Objekte wiederfinden.



FiiO Mont Blanc E12 mobiler Kopfhörerverstärker

Ich habe meinen iBasso DAC Player bis jetzt eigentlich nur mit meinen Bose IE2 In-Ear Kopfhörern betrieben und hatte damit immer ein recht gutes Klangbild. Seitdem ich aber verstärkt daheim Musik höre bin ich immer mehr auf den Geschmack gekommen meine Beyerdynamic 990 Pro Kopfhörer zu tragen. Diese sind zwar klanglich bedeutend klarer als die kleinen In-Ears aber bauen in Verbindung mit dem iBasso leider kaum Klangvollumen auf.

Erst bei 80%-100% der Lautstärke hat sich das Klangbild langsam Volluminöser angehört, wobei ich immer den Eindruck hatte, dass gegen Ende lediglich die Höhen spitzer geworden sind und sich dann das Klangbild deutlich verschoben hat.

Der iBasso Player ist von Haus aus mit einem kleinen Verstärker (Low- Mid und High Gain) ausgestattet, der für die meisten Kopfhörer auch vollkommen ausreichend ist. Leider habe ich beim Kauf meiner Over-Ear Kopfhörer nicht daran gedacht, dass eine Impendanz von 250 Ohm zwar bei einer ordentlichen PCI-Soundkarte noch gut funktioniert aber der mobile Player schwächelt dabei doch sehr.

Ein Kopfhörerverstärker kann diese Lücke schließen. Das eingehende Signal wird verstärkt und an die Kopfhörerklinke ausgegeben. Thats it!

Ich hatte mich im Vorhinein versucht möglichst detailiert über die Unterschiede der Kopfhörerverstärker zu informieren und habe aber schnell festgestellt, dass diese sich klanglich keinen großen Unterschied geben. Lediglich die Ausstattung sollte den eigenen Bedürfnissen gerecht sein. Die Akkuleistung sollte keinesfalls kürzer sein als die des Players von dem er betrieben wird um keien neuen Flaschenhals zu schaffen. Es bietet sich an, den Player und den mobilen KHV im Stack zu betreiben und dann sollten sich die Abmessungen der Geräte nicht zu sehr unterscheiden. Die Breite des FiiO Mont Blanc passt perfekt zu der des iBasso DX50. Im Stapel schaut das Ganze gar nicht mal schlecht aus.

Die Fälle in denen jemand seinen hochohmigen, offenen Kopfhörer in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Reisen einsetzen möchte sind wohl recht selten, weshalb sich bei diesem Konstrukt wohl die Frage nach echter Mobilität gar nicht erst stellt. Für unterwegs bleibe ich bei den In-Ear Kopfhörern und bei deren Impendanz von 32 Ohm würde auch keiner auf die Idee kommen diese an einem KHV betreiben zu wollen.



Renault Clio IV Werkstattwagen

Während des unfreiwilligen Werkstattaufenthalts meines Dacia Duster habe ich als Leihwagen einen neuen Renault Clio IV Bj. 2015 (1500km) bekommen.

Knapp 2000km habe ich den Kleinwagen innerhalb von 14 Tagen gefahren und es bleibt ein gemischtes Bild bei mir zurück. Am Ende habe ich mich zunehmends wieder auf meinen Dacia Duster gefreut weil der Clio doch ein paar störende Eigenheiten besaß.

Optisch macht der Wagen äußerlich einiges her. Es ist keine Spur mehr vom Design der schnöden 90er Jahre Clios zu erkennen. Vor einem steht ein sehr schicker Kleinwagen in ordentlich großer Dimension. Die Platzverhältnisse im Innenraum gehen auch bei 1,89m klar, sofern man sich nicht auf die hinteren Sitze zwängen muss.

Der Wagen fährt sich für seine 90PS überraschend vital, sofern man ihn bei genug Drehzahlen hält. Der Tubro des 0,9l Benzinmotors leistet erst bei enorm späten ~2500 Umdrehungen genügend Kompression um den kleinen Clio ordentlich zu bewegen.  Außerdem benötigt der Motor auch bei hohen Drehzahlen eine gefühlte Ewigkeit um auf die Gaspedalbewegungen zu reagieren. So macht Downsizing definitiv keinen Spaß!

Die Verbrauchswerte lagen während meiner Fahrzeit bei 6,8l/100km und damit 38% über der Werksangabe. Mein Mercedes CLK (Bj. 2003 mit 1,8l Kompressormotor und 164PS) hat genauso viel verbraucht. Bis auf die KFZ-Steuereinsparung scheint sich in über 10 Jahren nicht so sonderlich viel getan zu haben. Schade!

Die Geräuschkulisse im Inneren ist im Gegensatz zum Dacia Duster bei niedrigen Geschwindigkeiten höher, dafür aber bei höheren Geschwindigkeiten angenehmer. Den Großteil der Geräuschquelle macht beim Clio das Abrollgeräusch der Reifen aus, das permanent vorhanden ist.

Als enorm unangenehm hat sich das scharfkantige Lenkrad herausgestellt, das zusätzlich zur Belederung noch mit einer Plastikverschalung versehen ist, an der man sich beim beherzten Kurbeln in den Speichen schmerzhaft zwickt. Dass so etwas tatsächlich verbaut wird verstehe ich nicht.

Weiterhin übertrug der linke Außenspiegel beim Fahren sehr unschöne Geräusche in den Innenraum und die Tankanzeige zeigte auch nach mehreren hundert gefahrenen km einen vollen Tank an, was laut Werkstatt daran liegen sollte, dass der Wagen als Werkstattfahrzeug jeweils nur mit wenigen Litern nachgetankt wurde und die Sensorik darunter zu leiden hätte. Aber selbst nach mehreren Vollbetankungen hatte sie sich bei mir nicht zur fehlerfreien Arbeit überreden lassen. Tanken nach Kilometerzähler!

2015-06-23 17.08.21

Eigentlich sollten nur noch ca. 15l im Tank sein

Ich hätte vorher nicht gedacht, dass ich mich wieder auf meinen Dacia Duster freuen würde. Zwar fährt sich dieser im Vergleich zum Clio sehr schwergängig und träge aber im eigenen Auto fühle ich mich doch wohler.



Dacia Duster teurer ‚Parkrempler‘

Ein mir vorausfahrendes Fahrzeug hielt in Ulm in einer abgelegenen Straße am Straßenrand an und hat abrupt zurückgesetzt um in eine Parklücke einzusetzen. Dabei ist mir das gegnerische Fahrzeug rückwärts in die Front meines  stehenden Dacias gefahren.

Leider gab es sprachliche Verständigungsprobleme mit den Unfallgegnern u.a. über den Schadenshergang weshalb ich die Polizei hinzugezogen habe, die auch schon innerhalb weniger Minuten kam und zwischen uns Beteiligten vermitteln konnte.

Der erste grobe Blick ergab keine größeren Schäden:

  • Motorhaube geprellt
  • Frontschürze gerissen
  • Kühlergrill gebrochen
  • Kennzeichen abgefallen

Dabei handelte es sich aber nur um die oberflächlichen Schäden. Der Großteil war allerdings unter der Außenhaut verborgen, was die Werkstatt vermutete und der Gutachter letztendlich bestätigte:

  • Die Frontpartie ist beschädigt
  • Der Vorbau ist gestaucht
  • Der Stoßfänger ist beschädigt
  • Die Beleuchtung ist beschädigt
  • Der Schloßträger ist verformt
  • Die Motorhaube ist beschädigt
  • Die Verkleidungsteile sind beschädigt
  • Der Kondensator der Klimaanlage ist beschädigt
  • Der Kühler ist beschädigt
  • Die Verwendung einer Zugeinrichtung ist erforderlich

Schadenshöhe inkl. Wertminderung: 8300€

Es ist schon beachtlich, was dieser ‚Parkrempler‘ an Schaden verursacht hat. Hätte ich den Unfall selbst verursacht, wäre dieser Schadensumfang ohne Vollkaskoversicherung wohl kaum tragbar gewesen. Alle Achtung!

Update: 20. Juni 2015

Mein Wagen steht nun voraussichtlich 14 Tage in der Werkstatt und wird repariert. In der Zwischenzeit bin ich Renault Clio Besitzer.

Update: 04. Juli 2015

Der Wagen steht nun nach genau 14 Tagen wieder bei mir. Der Schadensumfang wurde in der Zwischenzeit noch einmal erweitert, weil es eine Farbabweichung von den Kotflügeln zum neuen Lack gab und diese nun im Nachhinein noch einmal neu lackiert und angeglichen wurden.

Leider bin ich mit der Verarbeitungsqualität des neuen Stoßfänger überhaupt nicht zufrieden. Denn hier hat Dacia ein neues Teil geliefert, das an den Flanken mit einem unschönen Grat versehen ist. Weil aber „keiner bereit ist die Kosten für die Vorarbeiten zu bezahlen“ wurde einfach hart darüberlackiert und nun springen einem aus mehreren Metern Entfernung diese unschönen Grate ins Auge. Es sieht aus, als ob links und rechts stümperhaft Rost entfernt worden wäre. Das muss unbedingt noch gerichtet werden. Mir wird hierzu noch ein Termin zur Beseitigung gegeben. Sehr ärgerlich!

Update: 17. Juli 2015

Inzwischen ist eine Neufassung der Schadenswerte an die gegnerische Versicherung übermittelt worden und die Schadenssumme hat sich wiederum erhöht:

  • Bruttoreparaturkosten: ca. 9500€
  • Leihwagenkosten: ca. 1300€
  • Nutzungsausfallentschädigung: ca. 1200€
  • Unkostenpauschale von 30€
  • Wertminderung: ca. 800€
  • Gutachterkosten: ca. 950€

Die Forderungshöhe an die gegnerische Versicherung beträgt damit aktuell ca. 14´000€

Update: 21. Juli 2015

Der Wagen stand wegen der Grate am Radlauf zwei Tage in der Werkstatt. Zwar sind die Grate nun nicht mehr sichtbar aber dafür ragt jetzt eine kleine Wulst über die Übergänge. Besser als zuvor aber wirklich ordentlich kann man das nicht nennen 🙁

Update: 27. Juli 2015

Der Wagen muss wieder in die Werkstatt weil sich die Schrauben des Motorhaubenschlosses gelöst haben und die Haube nun nicht mehr richtig schließt. Mir ist bereits seit Tagen aufgefallen, dass die Motorhaube beim Überfahren von Bodenwellen ungewöhnlich locker mitschwingt und gegen die Karosserie schlägt.

Woran das lag ist mir schließlich aufgefallen als mein Waschwasserbehälter leer war und ich die Motorhaube nach der Befüllung wieder schließen wollte. Das Schloss wird nun anstatt von zwei (angezogenen) Schrauben nur noch von einer lose sitzenden gehalten und ist so weit nach unten gerutscht, dass die Motorhaube nur noch von der Sicherheitsstufe gehalten wird in die die Haube springt wenn man vom Innenraum aus die Motorhaube öffnet. Langsam zur Werkstatt tuckern und hoffen, dass sich das Schloss nicht noch ganz verabschiedt und mir die Motorhaube bei der Fahrt auf die Windschutzscheibe springt. Argh!

 



Ein Besuch bei der Schreiner Group

Über meinen Artikel zum Thema PIN-Briefe bin ich in Kontakt mit der in Oberschleißheim ansässigen Firmengruppe Schreiner gekommen, die sich aus dem Printbereich über mehrere Generationen hinweg bis hin zur Entwicklung und Produktion von verschiedenen Sicherheits- und Dokumentenschutzlösungen spezialisiert hat.

Bei einer kleinen Werksbesichtigung durfte ich mir ein Bild von den verschiedenen auf dem Markt vorhandenen Lösungen zur Übermittlung von Geheimnissen auf dem Postweg machen und habe jetzt auch einen Eindruck wie ein zweiseitig vor Manipulation geschütztes Verfahren aussieht. Es war sehr interessant zu sehen wie viel Aufwand und Entwicklungsleistung hinter einem solchen System steckt.

Wie ich schon erwartet habe war mein Ansatz die Sichtfelder bei den nur einseitig geschützten PIN-Mailern zu durchleuchten nicht neu und ist auch lange nicht der einfachste Weg sich Zugriff auf das zu übermittelnde Geheimnis zu verschaffen. Ansätze gibt es einige und so ziemlich alle sind non-destruktiv, was sowohl den Sender als auch den Empfänger im Schadensfall vor eine ganze Reihe von Problemen stellen kann.

Eine Verhältnismäßigkeitsfrage bei der Entscheidung zum richtigen Pin-Mailer sollte meiner Meinung nach immer zugunsten des zu schützenden Geheimnisses ausfallen und gar keine Fragen offen lassen, was den Manipulationsschutz an geht. Auf dem Blog der Firma Schreiner ist die Problematik und das Risiko unsicherer Pin-Mailer noch einmal anschaulich zusammengefasst und erklärt.

Ich bedanke mich wirklich herzlich bei allen beteiligten der Firma Schreiner Group für diesen hochinteressanten Einblick.



eyefi mobi Wlan-SD Karte Review

Vielen Dank an eyefi für die Zur­ver­fü­gung­stel­lung einer 8GB eyefi mobi WIFI SD-Karte im Zusammenhang mit dem Fotomarathon Ulm 2015 an teilnehmende Blogger. Hier möchte ich etwas über meine Erfahrung mit der Karte berichten.

Die SD-Karte kommt in Verbindung mit einer Begleitkarte im Scheckkartenformat auf der ein Pairingcode zur Einrichtung aufgedruckt ist. Leider kann dieser im Nachhinein nicht individuell vergeben werden und somit muss die Karte zur Neueinrichtung von anderen Geräten aufgehoben und mitgeführt werden.

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Ist die Karte einmal mit einem mobilen Gerät verbunden, was wirklich kein großer Aufwand ist, werden die aufgenommenen Bilder auf das Smartphone/Tablet übertragen und können dann von diesem bearbeitet, versendet und auf diverse Bilderdienste und Social Media Plattformen hochgeladen werden. Gleichzeitig zur Synchronisierung auf die Geräte verbleiben die aufgenommenen Bilder auf dem internen (8GB) großen Speicher und können somit wie üblich von dem Datenträger im Nachhinein auf jedes beliebige Gerät kopiert werden.

eyefi3Die Bilder landen unkomprimiert und in der originalen Auflösung auf dem Smartohone, was zum einen zur weiteren Verarbeitung perfekt ist, aber auch die Übertragungsdauer von der Karte zum mobilen Gerät je nach Kameramodell ziemlich in die Länge ziehen kann. In meinem Fall dauert dies in der maximalen Auflösung ca. 5Sec. von der Aufnahme bis hin zur Ansicht auf dem Smartphone. Leider habe ich auf meinem iPhone das Problem, dass die Bilder in der App nicht zentral angezeigt werden sondern mit einem leichten Versatz. Das ist zwar etwas ärgerlich, aber die weitere Bearbeitung findet ja sowieso nicht in der App statt und zur ersten Abschätzung ob das Bild in Ordnung ist reicht es meiner Meinung nach aus.

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Die eyefi App zeigt das Bild nach der Übertragung auf das Smartphone an

Leider bricht die Verbindung zwischen der Karte und dem mobilen Gerät sehr oft ab. Das liegt aber nicht unbedingt an der Karte sondern zum einen an der Kamera, die nach einiger inaktiver Zeit die Stromzufuhr zur SD-Karte unterbricht und somit das WLAN der Karte abschaltet. Zum anderen kann das Problem an dem mobilen Gerät liegen, das nach dem Standby der Karte das nächste bekannte WLAN sucht und sich wieder permanent zu diesem verbindet. Wer die Karte also in der Nähe von einem bekannten WLAN verwenden möchte kommt nicht umher das Heim-WLAN im Smartphone/Tablet zu entfernen, damit das Gerät sich nicht permanent nach einem Verbindungsabbruch von der eyefi Karte dort hin verbindet.

Die eyefi Karte konkurriert mit dem Heimnetz

Einer meiner ersten Gedanken bei der Verwendung der Karte war die Bilder direkt via Dropbox auf meinen PC zu synchronisieren und mir den Umstand zu ersparen, die Bilder über USB auf den PC zur weiteren Bearbeitung zu kopieren.

In der Theorie funktioniert das auch. Die App schiebt die Bilder nämlich von der eyefi Karte (zumindest beim iPhone) in den regulären Fotoordner von dem aus die Bilder auch in die Dropbox synchronisiert werden können. Leider scheitert die Umsetzung aber in der Praxis, denn das Smartphone kann nicht gleichzeitig im eyefi- und Heim WLAN verbunden sein. Die Bilder könnten also erst nach der Fotosession zu Dropbox Synchronisiert werden.

Außerdem kann sich jeder vorstellen, dass die Synchronisierung eines einzelnen Bildes mit ~8MB nicht so einfach über eine Mobile 3G Verbindung vonstatten geht.

Sehr viel Interessanter als die Bilder auf ein Smartphone oder Tablet zu synchronisieren finde ich persönlich den Ansatz die Bilder nach der Aufnahme auf einen PC oder Mac zur Ansicht zu haben. Hier habe ich nämlich die Möglichkeit mir die Bilder detaillierter ‚direkt‘ nach der Aufnahme anzusehen und Belichtung sowie Farbauswahl auf einem Display zu beurteilen auf dem ich schließlich auch die Bearbeitung vornehme. Wer neben JPG auch RAW Dateien übertragen möchte, dem bleibt nur der Griff zur Eye-Fi Mobi Pro Karten.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die eyefi Karte sehr interessant für Fotografen ist, die viel unterwegs sind und auch mobil in der Lage sein wollen Ihre qualitativ hochwertigen mit der Kamera oder DSLR aufgenommenen Bilder zu publizieren. Ich schätze, dass das auch mein Hauptverwendungszweck der Karte werden wird.

Eine kleine Anmerkung noch. Ich habe die Karte mit einer Canon EOS 700D getestet, weil meine Canon EOS 7D mit CF-Karten arbeitet und die eyefi Karte damit nativ leider nicht kompatibel ist. Es gibt aber einen Trick, wie man die Karte dennoch an eine CF-Kamera anschließen kann:

Es gibt CF to SD Adapter mit denen dies möglich ist. Hier demonstriert das ein Youtube User.



Mercedes w124 230CE Schubabschaltung

Ein Problem das zu einem Störbild am Mercedes W124 230 CE (´87)  führen kann ist eine gebrochene Feder am Drosselklappenrückzug.

Wird das Gaspedal nicht gedrückt sorgt die kleine Feder dafür, dass der Schalter zur Erkennung der Schubabschaltung betätigt wird. Ist diese Feder nicht mehr vorhanden, erkennt der Wagen die Situation des Schubbetriebs nicht mehr richtig.

Wegen einem Leerlaufproblem haben wir uns das Drosselklappengestänge einmal genauer angesehen und dabei festgestellt, dass die besagte Feder nicht mehr vorhanden war.

Wie sich bei Recherchen schnell herausstellte rostet diese Feder gerne und bricht irgendwann. Auch ein bekanntes Fehlerbild ist, dass sich die Ösen in der die Feder steckt bei hohen Laufleistungen aufscheuern. Das muss dann etwas umständlicher behoben werden (schweißen oder Schraubenkonstruktionen etc.)

Bei uns ist das Problem noch nicht sonderlich weit fortgeschritten.Nur ca. 0.5mm hat sich die Feder in das Metall gefressen. Aber bei einer bisherigen Laufleistung von 250 000 km sollte da noch etwas Platz für ein paar Jahre sein.

Die kleine Feder hat die Teilenummer: A102 993 09 10 und ist bei Mercedes für nur ~4€ inkl. MwSt. erhältlich.

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Der Einbau könnte einfach nicht sein. Feder einhängen, fertig!

Die neue Feder ist eingehängt

Die neue Feder ist eingehängt

Nun sorgt die Spannung der Feder dafür, dass der Mikroschalter der Schubabschaltung so lange gedrückt bleibt bis man den Fuß auf das Gaspedal stellt. Ein Problem weniger!



5 Tage mit dem Renault ZOE

Über eine 48 Stunden Probefahrtaktion von Renault bin ich auf den „ZOE“ aufmerksam geworden, ein 100% Elektrokleinwagen, der augenscheinlich recht alltagstauglich und hübsch aussah. Prompt habe ich einen Termin ausgemacht und am Telefon das Angebot bekommen, den ZOE über das Wochenende hinaus plus zwei weitere Tage zu bekommen um das Fahrzeug auch im Alltag testen zu können.

Es ist tatsächlich erstaunlich, wie angenehm flink und leichtfüßig sich der kleine Wagen fährt. Kein Anfahrtsruckeln durch die fehlenden Schaltstufen, in niedrigen Geschwindigkeiten kaum Geräuschemission, „angenehme Beschleunigung“ für einen Kleinwagen und mit einer maximalen Praxisreichweite von 165km (Landstraße und Stadtverkehr, sparsame Fahrweise) sind wir sogar verhältnismäßig weit gekommen. Im NEFZ wird der Wagen mit 210km angegeben. Die Alltagserfahrungen verschiedener Leute liegen aber bei 120-150km in der warmen Jahreshälfte.

Zur Beschleunigung lässt sich aber noch sagen, dass der ZOE nicht schneller sprintet als konventionelle Fahrzeuge. 0-100 in ~12Sec sind keine rühmlichen Werte, fühlen sich aber in einem Elektroauto deutlich aufregender an als bei einem Verbrennungsmotor. Auf dem Papier ist er gleich auf mit meinem Dacia Duster und zählt damit definitiv zu den trägsten Fahrzeugen, die ich bis jetzt gefahren habe. Das „Beschleunigungserlebnis“ im ZOE kommt daher, dass es keinen immer lauter werdenden Motor gibt, der einem Akustisch eine Beschleunigung ankündigt auf die man sich einstellt. Durch das sehr früh und beständig anliegende Drehmoment kommt der Schub des Fahrzeugs sehr unverhofft und wird nur dadurch als recht zügig wahrgenommen.

Wie aber schlägt sich der Wagen im Unterhalt im Vergleich zu meinem Dacia Duster? Lohnt sich der Umstieg? Immerhin entfallen ja einige Unterhaltsfaktoren bei einem 100% Elektrofahrzeug.

ZOEDuster

 

Der Preis für die Akkumiete ist bedingt durch meine Jahresfahrleistung recht hoch und macht den Wagen somit leicht teurer als den Dacia Duster. Interessanterweise könnte ich aktuell den Faktor Stromkosten mit etwas Aufwand und Planung gegen 0€ senken, wenn ich nur die Ladeinfrastruktur der Stadtwerke Ulm nutzen würde, die aktuell für dieses Jahr (noch) kein Geld für die Abrechnung verlangen. Somit würden sich die Stromkosten nur noch auf das „Notladen“ Zuhause belaufen.

Apropos Stromkosten: Man muss unbedingt darauf achten, dass man nicht nur den Strom zu bezahlen hat, den man verfährt sondern noch einen recht hohen Faktor an Verlustleistung beim Laden mit einkalkulieren muss. Ich hatte an einem Tag 20kW der 22kW verfahren. Habe dann aber an einer öffentlichen Stromtankstelle mit „Verbrauchsanzeige“ 25,4kW geladen. Das macht einen Wirkungsgrad beim Laden von 0.73. Ziemlich happig, wenn man 27% mehr Strom bezahlt als man verfährt (Dieser Faktor ist in meiner Rechnung oben nicht einmal einkalkuliert und verteuert die Rechnung damit noch etwas)

Das Thema Laden ist auch für mich persönlich der größte Kritikpunkt am ZOE bzw. am „Elektronautendasein“ selbst. Der Renault ZOE emittiert beim Laden in Abhängigkeit der ladenden Stromstärke ein EXTREM nervtötendes, hochfrequentes Fiepen/Pfeifen, das über fast 100m Luftlinie noch hörbar ist. Ich persönlich würde das keinem Nachbarn zumuten wollen. Zwar können Menschen ab einem gewissen Alter dieses Geräusch nicht mehr hören aber ich gehe von mir aus und mich stören „Marder-Schreck“ Geräte beim Vorbeilaufen an parkenden Autos auch ungemein. In der Nähe (m)eines Schlafzimmers undenkbar. Hier muss technisch definitiv noch viel passieren!

Zwar gibt es in Ulm inzwischen recht viele Elektroladesäulen. Aber diese sind auch sehr gut besucht und es gibt keine offizielle Parkregelung die dafür sorgt, dass ein geladenes Fahrzeug nach einer Kulanzzeit von X wieder Platz machen muss. Meiner Erfahrung nach werden die Fahrzeuge angesteckt und erst dann wieder abgesteckt, wenn der Besitzer weiterfährt (Feierabend macht). Anfangs dachte ich, dass knapp 100 Ladesäulen in der Umgebung locker ausreichen. Aber über die Hälfte meiner angetroffenen Ladesäulen waren auch belegt mit ein bis zwei Fahrzeugen. Die öffentliche Infrastruktur hängt hier also den Bedürfnissen schon hinterher und würde für mich bedeuten einen Großteil der Ladungen daheim vorzunehmen. Die langen Standzeiten der Fahrzeuge an öffentlichen Ladesäulen sind aber auch größtenteils hausgemacht. Es gibt hier in der Umgebung zu 90% Ladesäulen, an denen die Fahrzeuge mit nur 11kW laden. Das bedeutet beim ZOE  eine 0-80% Ladezeit von knapp 4 Stunden. Der Wagen könnte aber mit bis zu 45kW geladen werden, was eine 0-80% Ladung von 30min bedeuten würde. Das wäre meiner Meinung nach ein ordentlicher Ansatz, der einem als ZOE-Fahrer von der Renault Batterie-Leasinggesellschaft versaut wird, die für jede „Schnellladung“ extra Geld will. Im Leasingvertrag der Batterie steht z.B.: Pro Schnellladung (über 24 kW Leistung) sind 2 EUR inkl. MWSt. fällig. Es gibt inzwischen genug Ladesäulen, an denen diese Ladung extra Geld von Seiten der Leasingfirma kosten würde. Was soll das?

Außerdem ist die Leasingfirma in der Lage Remote die Ladung des Fahrzeugs zu verhindern. Ich denke da gar nicht mal an den Fall, dass der Kunde seine Leasingrate nicht bezahlt sondern eher an das versehentliche deaktivieren oder an einen findigen Angreifer, wie es bereits andere Automobilfirmen in der Vergangenheit leidlich haben erfahren müssen.

Von einem deutschlandweiten Ladenetz lässt sich leider nicht reden, denn jeder regionale Energieversorger stellt eigene Abrechnungsmodelle zur Verfügung. Einmal quer durch Deutschland ohne intensive Planung ist nicht möglich. Der eine Versorger lässt seine Ladesäulen via SMS freischalten (Zahlung via Telefonrechnung), bei anderen muss eine RFID Karte mit Grundgebühr gekauft werden (viel Spaß an Sonn- und Feiertagen), andere rechnen zu horrenden Preisen nach Lademinuten ab. Wer mit seinem Auto im Heimatkreis bleibt kann sich mit den Gegebenheiten Arrangieren. Aber außerhalb ist man leider auf den Goodwill der Energieversorger angewiesen, wie diese mit Contact-Ladern umgehen.

Renault ZOE am Stecker (11kW)

Prima, dass ich den Wagen auch im Alltag testen konnte. Ohne mich groß sparsam mit dem ZOE bewegen zu müssen hatte ich auf meiner Geschäftsstrecke folgende Verbrauchswerte:

Wohnort –> Arbeit: -35% Akku = 7,7kW (Extrem Sparsam: 6,0kW)

Arbeit –> Wohnort: -20% Akku = 4,4kW

Hier macht sich der Höhenunterschied deutlich bemerkbar. Auch bemerkbar machen sich Geschwindigkeiten, wie sie bei meinen 90% Autobahn kaum vermeidbar sind (außer man hat Lust sich die Reklame von Lastfahrzeugen anzuschauen). In meinem Alltag wären also drei Strecken inkl. Reserve für Einkaufsfahrten o.Ä. möglich. Es wäre also Backup vorhanden, wenn es an einem Tag nicht möglich wäre den Wagen tagsüber an einer öffentlichen Ladesäule zu laden, wie es in Zukunft wohl mit erhöhtem Aufkommen von Elektrofahrzeugen zwangsweise eintreffen wird.

Im 5-Tagesschnitt bin ich auf einen Leistungsabgabe von ca. 16,8kW / 100km gekommen und liege damit- bedingt durch meine fast ausschließlichen Autobahnfahrten +16% oberhalb der Werksangabe.

Daheim haben wir die Möglichkeit mit dem Renault-Notladekabel (10A 230V) ~2,3kW exkl. Verlustleistung zu laden. Auch ein Starkstromanschluss (16A) mit 6,37kW stünde zur Verfügung. Von Schnellladung kann also keine Rede sein. Wer etwas in die Zukunft blickt sollte sich beim Hausbau also genau überlegen, ob er sich nicht gleich eine ordentliche Stromleitung für sein E-Auto legen lässt 😉

Sonderlich wohnlich ist der Innenraum des ZOE leider nicht. Ich kann nur wenig Unterschied zu meinem Dacia Duster feststellen. Bedingt durch die Gewichtsersparnis zur Verbrauchsoptimierung findet man hier nur Hartplastik dafür aber leicht bessere Sitze. Die Verarbeitungsqualität geht gerade noch so ok. Es knarzt etwas weniger wobei mein Dacia anfangs auch ruhiger war als er jetzt ist. Leise ist der Wagen auch nur innerstädtisch. Auf der Landstraße treten die Abrollgeräusche der Reifen recht stark in Erscheinung und auf der Autobahn kommen auch noch die Windgeräusche verstärkt dazu. Spätestens dort merkt man kaum noch Unterschied zum Geräusch eines Verbrennungsautos.

2015-04-21 08.36.56

Die Erfahrung mit dem Elektroauto hat wirklich Spaß gemacht und lässt auf die Zukunft hoffen. Auf mehr Reichweite, bessere Laderegelungstechnik und eine durchdachtere öffentliche Ladeinfrastruktur. Für mich wäre ein Elektroauto im Alltag sicherlich möglich, aber mit recht viel Aufwand und Planungsunsicherheit der Ladungen verbunden. Und solange kein Komfortgewinn zu meinem Dacia vorhanden ist, rechtfertigt sich mir der Aufpreis nicht. Fehlt noch der Zugriff auf einen Tesla… für „Vergleichszwecke“ XD



Rubbel-PINs weiterhin „sicher“

Ich bin inzwischen in den Besitz der Rubbel-Pin meiner neuen EC-Karte gelangt und mir ist es in diesem Fall nicht gelungen die PIN zerstörungsfrei zu extrahieren.

Problematisch hierbei war die Hitzeeinwirkung des Blitzes, die ab einer gewissen Leistungsstufe bei zu geringem Abstand zum Brief Schmauchspuren auf dem Papier hinterlassen hat. Dieser Abstand wäre aber meiner Meinung nach wichtig gewesen um nicht zu viel Lichtverlust zu erleiden. Weiterhin wäre ein minimaler Abstand zwischen Blitz und Umschlag nötig um die Umgebung beim Blitzen nicht zu sehr zu erhellen, denn erfolgreich ist die „Durchsicht“-Methode nur, wenn das Licht von hinten kommt und sich nicht auf der dem Objektiv zugewandten Seite niederschlägt.

Deutlich sichtbare Verbrennungen durch zwei Seiten hindurch

Deutlich sichtbare Verbrennungen durch zwei Seiten hindurch

Ich habe die Blitzleistung langsam von 1/64, der minimalsten Einstellung, auf 1/4 Angehoben und habe ab diesem Zeitpunkt auch aufgehört weiter zu testen. Die auf das Papier wirkende Hitze hat durch zwei Seiten hindurch ‚Brandflecken‘ hinterlassen und auch vom Geruch her lässt sich der Brief nicht mehr als unversehrt bewerten. Aus Angst mit weiter ansteigender Blitzleistung das PIN-Feld komplett zu zerstören habe ich mich dazu entschlossen weitere Tests zu unterlassen, denn immerhin bin ich in diesem Fall auf die EC-PIN angewiesen und kann nun sagen, dass sich die bekannte „Durchsicht“-Methode in diesem Fall nicht (mit meinen gegebenen Mitteln) anwenden lässt.

Update: Nein, bei dem gezeigten Bild handelt es sich nicht um meine PIN 😉



Sicherheitspapier Hydalam -Sicher?

Gestern kam der PIN-Brief meiner neuen Kreditkarte für das Onlinebanking und ich habe mich gefragt, wie sicher denn das schwarz-weiße Sicherheitsfeld ist unter dem sich die PIN verbirgt. Als Hobbyfotograf ist mir die Idee gekommen das Sicherheitsfeld einfach mit Hilfe eines Blitzes zu „durchleuchten“. Zu diesem Zeitpunkt ist das Sicherheitsfeld noch nicht geöffnet gewesen. Lediglich das Hydalam-DIN-A4-Blatt habe ich aus dem Umschlag entnommen.

Hydalam ist ein patentrechtlich geschützte Produkt das von der Firma KOOPMANNDRUCK GmbH in Deutschland in Lizenz vertrieben wird. Bedruckt wird das Papier aber von unterschiedlichen Druckereien in Deutschland, die sich aber an spezielle, strenge Sicherheitsstandards halten müssen.

Ich habe den Blitz also einfach hinter das Feld gehalten und nach nur wenigen Testaufnahmen war auch schon die richtige Verschlusszeit und Blende gefunden um erste brauchbare Bilder zu bekommen.

RawToJpg

Erste Ziffern können bereits erahnt werden (+) Bild: F/32 1/250 Sec. ISO- 100 Blitz: 1/64

Ich war zu diesem Zeitpunkt schon sehr überrascht, dass sich mit etwas Konzentration in der 100%-Ansicht bereits erste Zahlen erkennen ließen (2,6). Die feinen gepunkteten Bereiche sind unterbrochen an den Stellen an denen die Folie bedruckt wurde.

Mit der Gewissheit, dass sich in den Bildern tatsächlich die PIN befindet, diese aber recht schwierig zu erkennen ist, habe ich die weitere Bearbeitung am PC fortgesetzt. Als Ausgangsmaterial diente mir die RAW-Datei des oben gezeigten Bildes. Nach einigen gescheiterten Versuchen die PIN bereits im RAW-Konverter sichtbar zu bekommen bin ich schließlich dazu übergegangen das Bild in Photoshop zu öffnen und dort mit den Ebeneneinstellungen zu spielen. Eine meiner ersten Vermutungen war auch gleich erfolgreich:

ebenen

  1. Die Basisebene du­pli­zie­ren
  2. Ebeneneigenschaft auf „Differenz“ stellen
  3. Eine der Ebenen um 1px in eine beliebige Richtung verschieben

 


Zwei Bilder als Differenzbild übereinander ergeben lediglich eine schwarze Fläche. Aber eine um 1Pixel verschobene Ebene ergibt eine astrein sichtbare PIN.

Demo PSD zum selber testen (8,41MB): Download

Hier ist zur besseren Sichtbarkeit lediglich noch die Helligkeit etwas angehoben worden

Es überrascht wenig, dass die PIN nach dem öffnen tatsächlich wie erwartet „261398“ lautet.

Das gebrochene Siegel der Pin

Das gebrochene Siegel der PIN

Es gelingt also binnen einer knappen halben Stunde inkl. aller Vorbereitungen und Fehlschläge die PIN sichtbar zu machen ohne dass das Sicherheitsfeld in irgendeiner Art und Weise beschädigt wird. Der eigentliche Aufwand beträgt keine 5 Minuten.

Leider habe ich das Siegel aus Neugierde gebrochen bevor ich auf die Idee gekommen bin die gefaltete Din A4-Seite zu durchleuchten oder sogar den ganzen Brief. Ich bin mir aber sicher, dass das gefaltete Blatt keine großen Schwierigkeiten gemacht hätte, denn an den anliegenden Seiten ist bei diesem Brief keine Schrift. Das heißt, ich hätte vermutlich lediglich die Blitzleistung etwas erhöhen müssen, wobei das Bild oben mit nur 1/64 der vollen Leistung (die geringste Leistungsstufe es Blitzes) geschossen wurde. Leistungsreserven sind also vorhanden. Der Brief an sich ist ebenfalls unbedruckt.

Was heißt das denn nun im Endeffekt für den Sender und den Empfänger?

Ein externer Angreifer hätte die Möglichkeit den Brief abzufangen, die PIN auszulesen und die Seite wiederum in einen neutralen Umschlag zu stecken und zu verschließen. Dem Empfänger wird das nicht auffallen solange die Seite nicht zerknittert wurde. Die originalen PIN-Briefe sind ebenfalls neutral (aus gegebenem Grund!). Ist es möglich die PIN durch den geschlossenen Brief hindurch zu durchleuchten wird es gar keine Möglichkeit geben einen Angriff zu identifizieren.

Nun kann man zwar davon ausgehen, dass der zeitliche Versatz in dem das „Wissen“ und „Haben“ im Falle einer Zwei-Faktor-Authentifizierung üblicherweise verschickt werden genug Sicherheit bietet. Aber eine Zwei-Faktor-Authentifizierung setzt nun einmal auf die Vertraulichkeit des Faktors „Wissen“ auf den sich aber nun weder der Sender noch der Empfänger zu 100% verlassen kann. Das Interesse sollte also von beiden Seiten bestehen hier auf ein sichereres Verfahren zum Austausch der PIN zu setzen.

In meinem Fall mit der Onlinebanking PIN bin ich sofort nach Erhalt des Briefes dafür verantwortlich die PIN zu ändern.

Update: Ich habe inzwischen einen Rubbel-PIN-Brief für meine EC-Karte bekommen und kann sagen, dass dieses Übermittlungsverfahren mit der Durchlichtmethode nicht angreifbar ist.

Verwendetes Equipment:

Canon EOS 7D Canon 100mm F/2,8 Macro Canon Speedlite 430 EX II Funk-Fernaulöser



Whatsapp – Nachrichtenbug

Schlimm, wie abhängig ich inzwischen vom Whatsapp Messenger geworden bin.

Ich habe seit ein paar Tagen das Problem dass mir meine Kontakte keine Textnachrichten mehr schreiben können- Sie mir aber Bilder, Videos, Standortmitteilungen und Sprachnachrichten sowie Nachrichten über Gruppenchats problemlos senden können.

Das Problem besteht auch nur einseitig, sodass ich allen Kontakten problemlos schreiben kann aber die Kontakte mir nicht schreiben können.

Kontakt versucht mir Nachrichten zu schreiben

Alle Nachrichten außer Text werden versandt. Was ich komisch an der Sache finde ist die Tatsache, dass scheinbar der Client meiner Kontakte die Kommunikation unterbindet weil die Sanduhr angezeigt wird.

Wäre ich als Kontakt nicht online (hätte mein Telefon ausgeschaltet) würde die Nachricht im Normalfall mit einem Haken als „Versendet – Aber nicht empfangen“ angezeigt werden. Hier scheitert aber bereits die Kommunikation des Smartphones mit dem Whatsapp-Server nicht zu funktionieren (sofern man den Haken Glauben schenken darf/kann).

Ich bin vermutlich nicht ganz unschuldig an der Missere. Als iPhone-User komme ich weiterhin nicht in den Komfort den Webclient von Whatsapp (web.whatsapp.com) zu verwenden und habe deshalb versucht mir über die Google Chrome Extension ARC-Welder Zugriff auf die Android-Whatsapp.apk zu ermöglichen und darüber die Verifikation auf web.whatsapp.com zu ‚erschleichen‘. Bis zur Verifikation über den QR-Code bin ich gekommen, den ich via Webcam abscannen konnte. Ich vermute dass hier die Übergabe nicht richtig geklappt hat und nun mein Whatsappkonto irgendeine Art von „Dirtybit“ abbekommen hat, das fast allen meinen Kontakten die Nachrichten verwehrt an mich zu versenden.

06.04.2012

Ich habe mich nun erst einmal an den Whatsapp-Support gewandt und hoffe nun eine schnelle und vor allem kompetente Bearbeitung:

Dear whatsapp support team,

since friday my contatcts can not sent me direct
messages anymore. They get this clock symbol and the message does not get
out of their phone (nearly all of my contacts).
But via groupchats communication is just running fine as usual.
I also can contact all of my friends via direct messages but can´t receive
their messages they send me 🙁
There is an workaround i found out: they can send me pictures with text annotations but this is
no sulotion i think.

This problem occured when i tryed to use whatsapp via an chrome extension to run android .apk-files. With this workaround i tried to use whatsapp web to use whatsapp more comfortable. But the connection process to whatsapp-web didn´t work. There was only the running circle visible. Maybe this helps you to verifv my problem

Could you please verify my whatsapp account under this number:
+49 000000000

Best regards,
Silvan Reiser from Germany

07.04.2015

Hi,

Thanks for your message.

Your verification has been reset. Please try verifying your number again in WhatsApp. You may need to delete and reinstall the latest version for your device. (http://www.whatsapp.com/download)

WhatsApp Web is not supported for iPhones at this time. If you attempt to use an unsupported third party again, this will likely recur. I recommend logging out of the chrome extension or you will not be able to activate.

Cheers!

NAME

WhatsApp Support Team

Leider hat sich aber auch nach der Neuinstallation keine Änderung ergeben. Es sind aber weitere Kontakte in der Lage mit Nachrichten zu schreiben. Ich habe den leisen Verdacht, dass eine ungesendete Nachricht an mich deren komplette Queue blockiert und das Gerät deshalb keine (neuen) Versandaufträge mehr aufnimmt. Ob eine Bereinigung hilft werde ich heute Abend testen können.

Update: Nachrichten von Blackberry und IPhones kommen an. Liegt es evtl. an Android?

Ich antworte:

Thank you NAME
for your fast answer. I just reinstalled whatsapp and reverified my number.
But the problem still exists. The persons try to contact me via Textmessages always get this picture:

whatsapp

Textmessages are marked with the clock. Other Messages like destinationmarks are send without problems.
would you please take a look after this again?

Thanks,
Silvan Reiser

Mittlerweile kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es nur meine Kontakte mit Android OS betrifft. Eine Antwort von Whatsapp steht weiterhin aus.

09.04.2015

Wenn der 1st-Level Support mir bei der ersten Kontaktaufname keine ordentliche Antwort geben kann weil das die Guideline so vorsieht die User auf die richtige Passage aus den FAQs hin zu weisen ist das ja noch ok. Aber wenn dort scheinbar nur Leute sitzen, die keinerlei Ahnung von technischen Systemen haben und weiterhin nur FAQ-Passagen aufgrund von Buzzwords aus meinen Antworten in den Bugtrace hauen werde ich echt sauer!

Please note that if there is a clock icon or if the sender cannot see one check representing that the message has been sent to the server, this is not an issue with your WhatsApp but their WhatsApp. Typically this means that they do not have a strong enough connection to the server to send a message.

Cheers!

NAME

WhatsApp Support Team

So kommen wir nicht weiter….

In this case, it has nothing to do with the internet connection. All my contacts with Android clients have this problem (> 50 people i let check this… people via twitter confirm that)
but only connecting me via text message. Sending pictures works perfectly, sending voice messages works perfectly, sending gps-positions works perfectly etc.

„It´s ‚only‘ contacting me via textmessage from an android-whatsapp-client!“

I´ve read your faq several times just bevore contacting you. I am a computer scientist and can verify problems to a certain point to myself.
So would you please forward this case to an technican/developer. He may like to try contact me on the above named phone number via an android client. He will verify this problem immediatly because he also will not be able to send me text messages – he also will get this clock symbol even having the best internet connection on earth!

Silvan

Heute bin ich an einen Stacktrace von einem Androidgerät gekommen und habe mir die entsprechende Passage herausgesucht, die das Versenden einer Nachricht an mein Gerät betrifft:

2015-04-10 19:17:05.090 LL_I W [1:main] xmpp/service/logout-timer/reset
2015-04-10 19:17:06.856 LL_I W [1:main] msgstore/add/send MEINENUMMER@s.whatsapp.net 1428652177-58 0
2015-04-10 19:17:06.901 LL_I W [21154:Axolotl] axolotl is self sending: false
2015-04-10 19:17:06.905 LL_I W [21154:Axolotl] axolotl found an identity entry for 4915736998182 dated Mon Apr 06 11:35:21 MESZ 2015
2015-04-10 19:17:06.906 LL_I W [21154:Axolotl] axolotl has a session for MEINENUMMER: false
2015-04-10 19:17:06.907 LL_I W [21154:Axolotl] axolotl putting Key[id=1428652177-58, from_me=true, remote_jid=MEINENUMMER@s.whatsapp.net] into pending e2e session state due to no session and >24 hours since last key request
2015-04-10 19:17:06.933 LL_I W [21150:WriterThread] writer/send/timer/stop: 0
2015-04-10 19:17:06.933 LL_I W [21150:WriterThread] xmpp/writer/write/send-get-pre-key-batch | time: 0
2015-04-10 19:17:07.072 LL_I W [21414:ReaderThread] xmpp/reader/on-get-pre-key-success
2015-04-10 19:17:07.073 LL_I W [1:main] axolotl pre key request for MEINENUMMER@s.whatsapp.net was successful; initiating axolotl session
2015-04-10 19:17:07.074 LL_I W [21154:Axolotl] axolotl trusting MEINENUMMER key pair
2015-04-10 19:17:07.086 LL_E W [21154:Axolotl] ### begin stack trace 2.12.23-fat-website-release
org.whispersystems.a5: Invalid signature on device key!
at org.whispersystems.bP.a(bP.java:15)
at com.whatsapp.aaq.run(aaq.java:20)
at android.os.Handler.handleCallback(Handler.java:739)
at android.os.Handler.dispatchMessage(Handler.java:95)
at android.os.Looper.loop(Looper.java:135)
at android.os.HandlerThread.run(HandlerThread.java:61)
### end stack trace

Es scheint also ein Problem mit Open Whisper Systems Axolotl Protokoll zur Verschlüselung zutun zu haben….

Zu Axolotl finde ich auf Git (Axolotl) folgendes Interessantes Codesegment, das die entsprechende Exeption wirft:
if (preKey.getSignedPreKey() != null &&
!Curve.verifySignature(preKey.getIdentityKey().getPublicKey(),
preKey.getSignedPreKey().serialize(),
preKey.getSignedPreKeySignature()))
{
throw new InvalidKeyException(„Invalid signature on device key!“);
}

 

Die Methode verifySignature ruft and der Cryptoklasse Curve25519 die darin enthaltene verifySignature Methode auf. Diese scheint bei mir (zu mir) fehlzuschlagen:
if (signingKey.getType() == DJB_TYPE) {
return Curve25519.getInstance(BEST)
.verifySignature(((DjbECPublicKey) signingKey).getPublicKey(), message, signature);
} else….

Einer dieser Parameter (PublikKey, Message und Signature) sind defekt… aber wie gesagt nur bei Android Clients.

Ich tippe, dass mein PublicKey auf den Android Clients nicht richtig verarbeitet wird!

Whatsapp meldet sich weiterhin nicht.. können Sie auch nicht, weil ihr Single Sign On von zenddesk.whatsapp.com kaputt ist… Womit verdienen die Ihr Geld? IT? Nein! Doch! Oooh!

14.04.2015

Über Twitter erreiche ich jemanden, dem ich eine Mail schicken soll: Moxie

Ihm schicke ich eine Mail mit Fehlerbeschreibung und den bisherigen Vermutungen.

15.04.015

Es geht wieder! Der Wahnsinn! Moxie arbeitet bei Whispersystems und hat gefühlt binnen Minuten den Fehler gefunden und behoben. Whispersystem stellt das Verschlüsselungsverfahren für Whatsapp bereit, was vermutlich wirklich heißt, dass das Problem an meinem Schlüsselpärchen oder an der Signatur lag. Bleibt abzuwarten ob er mir noch schreibt woran es tatsächlich gelegen hat.

Danke, Moxie! Das hat der Whatsapp-Support in 2 Wochen nicht geschafft! Twitter > 1st level Support



Dyson AM05 Hot + Cool Heizlüfter Test

Wir heizen unser Haus mit einer Holz Zentralheizung und stehen deshalb vor drei kleinen Problemen:

  • Anheizzeit: Es dauert knapp 30 Minuten bis ein angenehmes Raumklima erreicht wird.
  • Temperaturschwankungen während der Heizzeit
  • Kaum lohnender Heizaufwand in der Übergangszeit im Frühling und Herbst für ein paar °Kelvin

Aus Komfortgründen haben wir uns dazu entschieden uns einmal näher mit einem Heizlüfter für das Büro zu befassen.

Die Firma Dyson hat es mit sehr viel Vodoo und Magie geschafft Luftführung neu zu definieren. Wer kennt sie nicht die Dyson Airblade, die als eine der wenigen guten Geräte die Hände einigermaßen trocken pusten und das innerhalb von Sekunden?

Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach einem Heizlüfter bei einem Dyson AM05 hängen geblieben. Ein Lüfter, der ohne sichtbar drehende Teile auskommt. Aufgebaut nach dem Prinzip der bekannten Handtrockner. Im Sommer ein Ventilator und im Winter ein Thermostatgesteuerter Heizlüfter. Doch wie schlägt sich das Gerät im Alltag? Und natürlich ist der Preis gerechtfertigt?

Dyson AM05 hot + cool

Optisch ein erstklassig gelungenes Gerät. Durch die fehlenden Rotoren sammelt sich kaum Staub auf der Oberfläche des Geräts. Apropos Staub: Im Gegensatz zu regulären Geräten mit Heizdraht verfügt der AM05 über Keramikheizelemente, die maximal 200°C warm werden. Dadurch kommt es nicht zu dem für Heizgeräte typischen Verbrennungsgeruch in den ersten Minuten der Betriebszeit. Genau das wäre für mich das ultiative KO-Kriterium. Der Schwenkradius beträgt ca. 90° und lässt sich genau wie alle anderen Funktionstasten entweder am Gerät selbst oder über die mitgelieferte Fernbedienung steuern.

Fällt das Gerät um wird ein Sicherheitsmechanismus aktiv und schaltet es ab. Zusammen mit den fehlenden sich bewegenden Teilen ist das in Haushalten mit Tieren oder Kindern sicherlich ein erheblicher Pluspunkt. Ist eine SOLL-Temperatur eingestellt schaltet sich das Gerät selbstständig mit der eingestellten Gebläsestufe an und schaltet nach erreichen selbiger automatisch ab. Die Schwellwerte für SOLL und IST Temperaturen sind aber glücklicherweise weit genug auseinander gewählt so dass sich das Gerät nicht permanent an und aus schaltet. Es reagiert nicht zu empfindlich um zu nerven und dennoch gut genug um eine konstante Raumtemperatur zu halten.

Ein kleiner Wermutstropfen ist der Aktivmodus in dem der AM05 minimal Geräusche emittiert. Das scheint daran zu liegen, dass der Motor sich in der passiven Phase permanent minimal dreht. Vermutlich um einen Hitzestau nach dem Heizen an den Keramikheizelementen zu verhindern und um das innenliegende Thermometer mit der aktuellen (außen-) Temperatur zu versorgen. Dyson  hätte hier definitiv darauf achten sollen. Das macht den AM05 leider ungeeignet dafür in der Nähe von sitzenden und schlafenden Personen zu stehen. Im Büro sind sowieso Betriebsgeräusche von den PCs.  Deshalb ist es hier meiner Meinung nach vertretbar das Gerät zu betreiben. In einem ruhigen Raum würde ich einen Mindestabstand von 2m empfehlen und wenn man empfindlich ist mit Geräuschen entsprechend mehr. Außer man verzichtet auf das Thermostat und schaltet das Gerät manuell an und aus.

Ich habe als Messinstrument zur Leistungsaufnahme ein regulätes VOLTCRAFT Energy Check 3000 verwendet. Glücklicherweise ist der Wirkungsgrad bei einem Heizlüfter maximal irrelevant. Dennoch einer Diskussion wert wenn es um die Abwägung Heizlüfter/Holzheizung geht. Betrieben wird das Gerät in einem 14,5m² (34m³) großen Bürozimmer.

Ein exemplarischer Test:

  • 6°C Außentemperatur
  • 10°C Innentemperatur
  • Stromkosten: 26,25ct/kWh
  • 2 anwesende Personen
  • 2 PCs + 4 Monitore

Autheizphase 10°C bis 19°C: 0,979kW (25,7ct)

Haltephase 19°C  0,0817kW/h (2,144ct/h)

Wobei ein durchschnittlicher Autenthalt im Büro am Abend bei rund 6 Stunden auf ca. 38,5ct Heizkosten kommt.

Zwischenzeitlich bleibt genug Spielraum für das Anheizen des Holzofens um die restlichen Räume auf Temperatur zu bringen

Letztlich kann man nur sagen, dass das Gerät nicht 100% perfekt ist. Der sich drehende Lüfter im Aktiv-Modus muss nicht sein und kann nerven. Der Preis ist damit nicht vollends gerechtfertigt. Aber ich vermute aktuell gibt es wohl kaum einen anderen Heizlüfter in dieser Bauform -ohne Schmorgeruch.

Hier noch meine Messwerte zu den jeweiligen Gebläsestufen. Alle Angaben in Watt.

Standby / Aktiv: >0W / 1W | Schwenkwerk: 2,3W

 

Dysonam005 Leistungsaufnahme nach Stufen

Dysonam005 Leistungsaufnahme (+)

 



Zeitwaagenapp Kello Review

Als Uhreninteressierter ist man stehts bestrebt genau über die technischen Details seiner Schmuckstücke Bescheid zu wissen. Dazu gehören auch Messwerte zur Ganggenauigkeit, die im Idealfall innerhalb der Werkstolleranz liegen. Nun hat man einerseits die Möglichkeit Erfahrungswerte über mehrere Tage hinweg zu sammeln – was wohl dem Normalfall entspricht.  Oder sich auf technische Hilfsmittel wie eine Zeitwaage zu stützen, was die Beurteilung des Werks ungemein beschleunigt.

Eine Zeitwaage zeichnet mit einem Mikrofon, das am Gehäuse der Uhr befestigt wird die Geräuschemission des Werkes (der Hemmung) auf und wertet die Zeitintervalle in der die Ticks auftreten gegen ein Referenzzeitsignal aus. Zusätzlich zur Gangabweichung, dargestellt in „+/- X sec/Tag“, werten einige Modelle noch Anomalien der Unruh oder des Räderwerks aus bzw. stellen diese grafisch dar.

Leider lohnen sich echte Zeitwaagen nur für sehr ambitionierte Uhrenliebhaber. Es liegt also nahe sich mit anderen Hilfsmitteln einen Überblick über die Ganggenauigkeit zu verschaffen.

Theoretisch vereint jedes Smartphone alle Anforderungen um die Funktionalität einer Zeitwaage auch in eine App zu verpacken.

Ich will hier etwas von meinem Eindruck der iOS-App „Kello“ berichten.

Laut Anleitung benötigt die App lediglich das Mikrofon des mitgelieferten iPhone Headsets als Eingangsquelle für die Zeitmessung.

Leider musste ich bei der Messung meiner Uhren zu dem Schluss kommen, dass die ermittelten Werte fernab meiner Alltagserfahrungen liegen und die App somit für mich keinen Mehrwert hat.

Nun muss man aber beachten, dass sich das Gangverhalten einer Uhr massiv von der jeweiligen Situation unterscheiden kann. So kann eine Uhr z.B. in Ruhe im Plus laufen während sie in Bewegung beim Tragen im Minus läuft. So hat auch die Temperatur Einfluss auf den Gang.

Nun kenne ich aber von einigen meiner Uhren das Gangverhalten in Ruhe in der kühlen Uhrenbox und selbst bei diesen Modellen kommt die App auch nicht annähernd an meine erwarteten Werte.

Bsp: Zeppelin 7410-2 Classic Line mit ETA 7750

  • Nachts in Ruhe: -2Sec/Tag
  • Tags in Bewegung: -4Sec/Tag
  • Im Mittel: -3sec/Tag
  • Von Kello ermittelter Wert in Ruhe: +0,3Sec/tag

Bsp: Junkers Bauhaus 6050-2

  • Nachts in Ruhe: +8Sec/Tag
  • Tags in Bewegung: +5Sec/Tag
  • Im Mittel: +7Sec/Tag
  • Von Kello ermittelter Wert in Ruhe: +25Sec/Tag bis ∞

Gerade bei der Junkers Bauhaus und auch einigen anderen von mir gemessenen Uhren fällt mir auf, dass sich der von Kello ermittelte Wert mit zunehmender Zeit immer mehr in eine Richtung verschiebt. So zeigt die App womöglich einige Sekunden zu Anfang einen Gang von +10Sec. an, um dann aber im Laufe der weiteren Messung auf +90Sec und weiter anzusteigen. Die Messung läuft extrem aus der Spur.

Im Gegensatz zu einer dedizierten Zeitwaage haben aber weder die Entwickler noch ich einen Einfluss auf das Exakte Verhalten der App auf einem Smartphone. Ich kann mir gut vorstellen, dass die App bei einigen Anwendern auch exakte Werte liefert. Dazu gibt es genügend Videos auf Youtube aber evtl. haben sich Komponenten innerhalb des iPhones oder des Headsets im Laufe der Zeit so weit verändert, dass die Signalerfassung und Verarbeitung nicht mehr richtig mit der neuen Hardware funktionieren.

Bleibt für mich weiterhin die Ganggenauigkeit meiner Uhren über den Tag hinweg zu messen und Langzeiterfahrungen zu sammeln. Die Idee an sich gefällt mir aber sehr gut und ich bin gespannt ob es in Zukunft nicht eine ausgereiftere Art gibt Uhren mit Hilfe eines Smartphones zu messen.


Junghans Mega 1000

Ursprünglich wollte ich eine Uhr mit Poljot 3133 für den Sport kaufen. Daraus wurde dann eine Zeppelin 7410-2 Classic Line, die sich aber durch den hohen Wert und die Automatik für die Verwendung im Fitnessstudio von selbst ausschließt. Daher habe ich mir zusätzlich noch eine Swatch (Chrono Signal Flag aus 1990) günstig ersteigert aber ich mag das Teil nicht sonderlich, denn springende Zeiger und eine schlechte Ablesbarkeit lassen bei mir keinen Spaß aufkommen. Deshalb war ich weiterhin auf der Suche nach einem schönen Zeitmesser mit Chronographenfunktion.

Bei mir kristallisiert sich das Uhrforum langsam wirklich als erste Adresse für den Kauf von gebrauchten Uhren heraus. Die Mindeststandards für die Artikelbeschreibungen, die Bilder und das Verhalten der Verkäufer sind erstklassig und machen den Onlinekauf von solchen risikobehafteten Gegenständen wie einer Uhr recht angenehm. Außerdem ist die Preisgestaltung recht human denn die Verkäufer wissen idR., dass die Kenner der einzelnen Modelle um den Wert der Objekte genau wissen und trauen sich nur selten Mondpreise zu verlangen.

Durch Zufall bin ich hier auf die Mega 1000 von Junghans aufmerksam geworden, deren Design mir so gut gefallen hat, dass ich dabei gerne darüber hinwegsehe ’nur‘ eine Digitaluhr zu tragen.

Die Junghans Mega ersetzt seit 2005 die „Junghans Mega 1“ die 1990 als erste Funkarmbanduhr der Welt auf den Markt kam und damit ein kleines Stück Zeitgeschichte geschrieben hat. [mehr]

Einziges Manko der Mega 1000 für mich war das originale Lederarmband, das die Uhr zwar recht edel wirken lässt aber für meinen Einsatzzweck leider ungeeignet macht. Deshalb habe ich mir noch ein Kautschukarmband zugelegt. Junghans hat selbst beim Design der Armbänder Hand angelegt was es einem aber leider auch verwehrt ein Band mit regulärem Anstoß zu verwenden. Die Auswahl von Ersatzarmbändern beschränkt sich leider nur auf die Originalarmbänder von Junghans selbst.

Das neue Kautschukarmband verleiht der Uhr ein sportliches, hochwertiges sowohl auch edles Erscheinungsbild.

Mein Modell ist von 2012 und laut den Erfahrungsberichten hält die Batterie nur ca. 2 Jahre. Demnach habe ich mir gleich zur Sicherheit eine CR1620 Zelle gekauft und diese gewechselt. Dabei gilt es aber zu beachten, dass man nach dem öffnen des Deckels die zwei kleinen Kontaktfedern nicht verliert, die den Piezo im Gehäusedeckel ansteuern. Außerdem muss man die Batterie sehr vorsichtig aus der Fassung lösen und dabei weder die Aufnehmer abbrechen noch die Wickelungen der DCF77 Antenne beschädigen. Aber bei der Gelegenheit lässt sich gleich der Gehäusefalz ordentlich reinigen.

Die Junghans Mega gibt es in zwei verschiedenen Display Ausführungen: Heller Hintergrund mit dunklen Ziffern und umgekehrt. Ich habe im Vorhinein gelesen, dass sich einige über die schlechte Ablesbarkeit des dunklen Diaplays geäußert haben. Deshalb habe ich mich für das helle Display entschieden und bin damit sehr zufrieden.

Wie üblich bei Digitaluhren ist die Menüführung etwas gewöhnungsbedürftig und die Einstellung einzelner Funktionen oder Konfigurationen nicht gerade intuitiv. Wenigstens muss man dank Braunschweiger Atomuhrsynchronisierung keine Uhrzeit einstellen. Zur schnellen und einfachen Bedienung des Chronographen reicht es aber allemal.

Ein kleines Update:

Junghans Mega 1000 Synchronisierungsfehler

Junghans Mega 1000  (3-)Synchronisierungsfehler

Öfter liest man, dass die Junghans Mega 1000 Probleme mit Zeitumstellungen hat. Das kann ich bestätigen. Sie hat in meinem Fall die Zeitumstellung Winterzeit auf Sommerzeit 2015 nicht mitbekommen und am nächsten Tag drei fehlerhafte Synchronisierungen angezeigt. Zwar kann man den Zeitabgleich auch manuell starten (was dann auch gleich funktioniert hat) aber für eine Funkuhr ist das schon etwas traurig.



Zeppelin 7410-2 Classic Line

Bereits schon längere Zeit habe ich mir in meiner Sammlung eine Chronographenuhr gewünscht und ich hatte schon ein Auge auf diverse Modelle mit Poljot 3133 Kaliber geworfen (Ein russischer ‚Nachbau‘ des ETA Valjoux 7734 Handaufzugskalibers). Als ich dann kurz davor stand eine Poljot Aviator mit vergoldetem 3133-Laufwerk zu kaufen ist mir jedoch eine Zeppelin mit ETA Valjoux 7750 aufgefallen, die Preislich nicht all zu entfernt von der Poljot Aviator lag.

Artiel aus den Kleinanzeigen

Uhren mit ETA 7750 Automatik-Chronographen spielen preislich in einer ganz anderen Liga als die Uhren, die ich mir bis jetzt angesammelt habe. Deshalb hatte ich zwar immer reges Interesse an dem Kaliber, aber nie mit einer ernsthafter Kaufabsicht.

Nachdem ich mich nun aber beim Vorbesitzer näher über die Uhr informiert hatte und die Verhandlung einen zufriedenstellenden Preis ergab stand fest die Poljot Aviator kann vorerst warten.

Ich bin kein Freund von Stahlarmbändern. Deshalb hatte ich die Uhr im Vorhinein via Photoshop mit diversen Lederfarben ausgestattet und mich letztendlich für ein dunkelbraunes Band (20mm Mokka mittel) entschieden das meiner Meinung nach wirklich prima zu dem Modell passt.

Die Uhr starrte vor Dreck und ich hatte ernsthaft Mühe das Gehäuse vorsichtig zu reinigen. Wenigstens konnte ich nach der ersten Grundreinigung nur minimale Macken und kleine Mikrokratzer finden, die ich nach einiger Zeit auch auspolieren konnte. Leider saß das Werk nicht 100% fest im Werkshaltering und hatte ca. 1/10mm Spiel was man beim sanften Schütteln hören und fühlen konnte. Mit etwas Trickserei konnte ich das Kaliber aber wieder fixieren.

Das Alter von 13 Jahren sieht man Ihr nun nicht mehr an.

Technische Daten:

  • Modell: Zeppelin CLASSIC LINE 7410-2
  • Kaliber: ETA Valjoux 7750 Automatik Swiss Made 25 Steine mit Datum und Wochentag
  • Frequenz: 4Hz (28.800 Halbschwingungen/Stunde)
  • Gangreserve: ca. 44h
  • Durchmesser: 40 mm
  • Höhe: 14,6 mm
  • Glas:  Saphirglas und Glasboden
  • Baujahr: 2002

Mit zunehmender Tragzeit gefällt mir die neue Zeppelin immer besser und ich kann wirklich von Glück reden für diesen Preis ein solch erstklassiges Exemplar erhalten zu haben. Im Vergleich zu meinen anderen ETA-Uhrwerken fällt deutlich auf, dass es sich hierbei um eine ganz andere Kategorie Uhrwerk handelt. Alle Bauteile sitzen stramm im Werk. Kein Klappern, kaum Geräuschemission durch die Saphirgläser. Die Drücker für den Chronographen lassen sich mit sanftem Druck bedienen und im Vergleich zu den anderen Zeppelin Uhren wirkt das Layout des Zifferblattes fast schon dezent und edel.

Eine nennenswerte Gangabweichung konnte ich bis jetzt nicht feststellen. Im Langzeitschnitt:  -3,5sec/Tag.

Junkers 6106-1 Uhr

Vor einiger Zeit hatte ich in den ebay Kleinanzeigen ein interessantes Junkers Automatikmodell gefunden, das auf den nicht sonderlich hoch aufgelösten Bildern nach einer Junkers der Reihe „Wellblech Ju-52“ ausgesehen hatte. Der Beschreibung zu Folge nach war die Uhr nie getragen worden und demnach in einem erstklassigen Zustand und das Modell verfügte zusätzlich noch ein Eta-Automatiklaufwerk. Preislich wurde ich mir mit dem Verkäufer ohne große Verhandlungen einig und wenige Tage später traf die Uhr auch schon bei mir ein.

Im ersten Moment war ich sehr enttäuscht als ich das Paket öffnete. Die Uhr war bedeutend kleiner als dass es sich um eine „moderne“ Wellblech Uhr hätte handeln können. Optisch erinnerte sie mich anfangs mehr an eine Damenuhr. Auf der Verpackung war lediglich das Kaufdatum vermerkt: 28.11.2003.

Nach wirklich langer Recherche bin ich auf die Modellbezeichnung einer Uhr mit gleichem Gehäuse und Ziffernblatt gestoßen: „Junkers 6106-1“ mit dem Unterschied, dass es sich dabei nicht um mein Modell mit dem vergoldeten Eta 2824-2 handelte.

Zwar ist eine Seriennummer (1293) vermerkt aber es gibt keinerlei nähere Informationen zu meinem erworbenen Modell. Nicht einmal die Firma Point-Tec, die die Junkersuhren in Lizenz fertigt konnte mir näheres zu diesem Modell nennen. Ein Kollege meinte allerdings nach kurzer Musterung der Uhr, dass er in genau diesem Gehäuse auch eine Uhr hat. Eine „Maximilian 6030-1 (Quarz)“ ebenfalls von der Firma Point-Tec die er auch um die Jahrtausendwende erworben hatte. Demnach handelt es sich nicht um ein Damenmodell sondern lediglich um eine „normale“ Herrenuhr aus einer Zeit vor dem XXL-Wahn für Armbanduhren.

Ich trage die kleine, alte Uhr inzwischen sehr gerne. Sie war ein erstklassiger Glückstreffer mit einem wunderschönen Eta-Kaliber

 

Junkers Bauhaus 6050-2 Uhr

Junkers hat sich mit der Bauhaus Reihe sehr stark an das Design der Junghans Max Bill angelehnt. Nichtsdestotrotz hat Junkers bei der Adaption des U(h)rvaters meiner Meinung nach an der richtigen Stelle mit den Stilvorgaben des Bauhausdesigns gebrochen – dem durch den Glasboden der Junkers Bauhaus 6050-2 sichtbar verzierten Eta 2824-2 Kaliber.
Ich schaue der Mechanik von Uhren gerne bei der Arbeit zu. Im Speziellen wenn ein Laufwerk wie im Falle der Junkers Bauhaus zusätzlich noch einmal veredelt (teilvergoldet) wurde.
Im ersten Moment fällt bei der Uhr auf, dass sie sehr leicht ist was zum einen der flachen Bauart geschuldet ist und zum anderen am Hesalitglas liegt. Bei den Gläsern scheiden sich die Geister unter den Uhrensammlern. IdR. gibt es zwei Möglichkeiten einen Blick auf die Zeiger einer Uhr zu werfen.

Das Saphirglas besteht aus schwerem „Glas“ im eigentlichen Sinne und ist recht „unempfindlich“ gegen gegen Kratzer. Sind aber Kratzer im Glas hilft leider nur ein Austausch der Scheibe. Größere Krafteinwirkung dankt das Saphirglas aber leider nur mit einem Bruch oder abgeschlagenen Ecken.

Legt man eine Uhr mit Hesalitglas verkehrt herum auf einen Tisch hat man gute Chancen dieses mit kleineren Kratzern zu verunstalten. Zwar lässt es sich recht gut polieren aber der Zahn der Zeit nagt an Hesalitgläsern bedeutend stärker als an Saphirgläsern – sie spröden aus.

Der Grund für den Verbau von Hesalitglas bei der Junkers Bauhaus ist die gewölbte Form, die sich vermutlich nur so realisieren lässt. Auch das Ticken ist im Vergleich zu meinen anderen Eta 2824-2 Kalibern etwas deutlicher Wahrnehmbar.

Meiner Meinung nach dürfte sie im Durchmesser 1-2mm kleiner sein um als waschechte Dresswatch durch zu gehen. Das Design ist aber Bauhaustypisch so schlicht gehalten, dass man ihr diesen kleinen Ausreißer schnell verzeiht.




Oculus Rift DK2 – Review

Auch wenn die zweite Version des Development Kits der Oculus Rift nun schon einige Zeit auf dem Markt ist möchte ich ein kleines Review dazu machen.

Das Gerät macht optisch einen prima Eindruck. Es wirkt gut verarbeitet wobei man recht schnell feststellt, dass in der Oculus Rift nicht sonderlich viel Technik steckt. Die Haupkomponenten sind die zwei Displays sowie die Linsenelemente die sich an die individuelle Sehstärke anpassen lassen.

Nach der Einrichtung der Geräte an den PC (Die Oculus via HDMI an die Grafikkarte und USB an den PC sowie die Headtracking Kamera via Sync-Kabel an die Oculus und USB an den PC) kann nach der Treiberinstallation auch schon begonnen werden.

Erste Tech-Demos sind schnell gefunden und man ist im ersten Moment wirklich erschlagen von einer komplett neuen Erfahrung. Reflexartig versucht man Gegenstände im Virtuellen Raum zu greifen oder mit dem Kopf Gegenständen auszuweichen.

Leider sind alle Demos technisch auf einem recht simpel gehaltenen Zustand. Die Grafik erinnert an Spiele aus dem letzten Jahrzehnt. Wohl deshalb weil das stereoskopische Rendering noch zu rechenintensiv abläuft. Die Oculus Rift löst in Full-HD auf, was sich im ersten Moment nach sehr viel an hört. Aber durch die sehr nahe Distanz zum Display sieht man jedes einzelne Pixel, was die VR-Erfahrung leider extrem dämpft. Außerdem ist die Verzeichnung der Linsensegmente enorm. Nur ein sehr kleines Blickfeld lässt sich ordentlich scharf stellen. Zwar fällt das mit dem Headtracking nicht mehr so stark ins Gewicht – Stellen die man scharf haben möchte müssen nur aktiv angesehen werden – aber dennoch nervt das mit zunehmender Zeit extrem und muss meiner Meinung nach bis zum Final Release noch behoben werden.

Was sich mit der Arbeit an der Oculus Rift als schwierig gestaltet ist die Tatsache, dass sich das Gerät als erweiterter Bildschirm anmeldet und deshalb permanent zwischen den ‚zwei Welten‘ gewechselt werden muss. Ich habe in der Schnelle der Zeit keine Möglichkeit gefunden den Desktop ordentlich auf die Oculus Rift zu bringen, damit ich mir das permanente auf und absetzen der Oculus Rift sparen kann.

Wobei wir bei den Wünschen für die Finale Version wären:

-Kabelsalat reduzieren
-Auflösung massiv erhöhen – 4k oder mehr!
-Optische Verzeichnung verbessern
-Gewicht der Brille reduzieren
-Stabiler laufende Software
-Bessere „Desktopintegration“

Es handelt sich wie der Name „Development Kit 2“ schon verrät um ein Beta Gerät und das merkt man auch. Gleichwohl man einen guten Eindruck davon erhält wohin uns die Reise der Virtuellen Realität führen wird. Es wird spannend werden in den nächsten Jahren.



Vermögenswirksame Leistungen – Ré­su­mé

Sehr viele Arbeitnehmer haben die Möglichkeit vom Arbeitgeber (AG) eine Arbeitnehmersparzulage zu beziehen und diese in Form von Vermögenswirksamen Leistungen an zu legen. Doch lohnt sich dieses Modell überhaupt?

Die Fördermengen können von 6,65€ bis 40€ je nach Institut reichen und Klassischerweise kann als Anlageform zwischen Fonds und Bausparvertrag gewählt werden. Dementsprechend unterscheiden sich auch die Rahmenbedingungen der jeweiligen Anlageform weshalb ich hier lediglich auf mein Modell eingehen möchte:

– Monatlich 6.65€ AG-Sparzulage

– Monatlich 27.35€ Eigenanteil

– Gesamt: 34.00€

– Anlageform: Fonds (Astra-Fonds WKN: 977700 / ISIN: DE0009777003)

– Anlagezeit von 01.10.2008 bis 01.10.2014 (6 Jahre / 72Monate)

– Eingezahlt Gesamt / Eigenanteil: 2448€ / 1969.20€

– Wert zum 01.01.2015, dem Ende der Sperrfrist (Geldkurs: 218.64€): 3055€

Auch Kleinvieh macht Mist und da die AG-Sparzulage bei Nichtinanspruchnahme sowieso verfallen würde kann ich im Fazit nur berichten, dass ich in meinem Fall recht gut mit dem Astra Fonds gefahren bin und auch den Anschlussvertrag weiterhin dort belassen werde. Bei einer Eigeninvestition von 1969.20€ und einem Abschlusswert von 3050€  kann man kaum klagen.

Wichtig bleibt noch anzumerken, dass ein entsprechend hoher Freistellungsauftrag bei dem Kreditinstitut vor liegt, da die Gewinne sonst durch die Abgeltungssteuer und weitere Abgaben beachtlich geschmälert werden.



Xen XM0003 Uhr

Frisch bei mir eingetroffen ist eine Xen „X: Entry“ XM003 die ein Mitglied des Uhrforums Mitte 2014 erworben hat und nun gebraucht aber ungetragen verkauft hatte.

Bei dem Modell handelt es sich um ein modernes Design aus der Feder von Hans Gabriel Schroll mit der Besonderheit, dass das verbaute Adolph Schild AS2063 Automatiklaufwerk aus dem Produktionszeitraum 1969-1978 vom Hersteller zerlegt und mithilfe von Perlagen, Sonnen und Strichschliffen veredelt wurde. Aus einem Laufwerk, das bei der Entwicklung auf maximale Langlebigkeit getrimmt wurde ist nun ein Werk geworden, das auch Optisch einiges an Emotionen frei werden lässt. Klassik und Moderne vereint in einem schönen Zeitmessgerät.

Im Vergleich zu meinen ETA und Miyota Automatiklaufwerken ist mir bei dem AS-Kaliber sofort aufgefallen, dass es keinerlei die für Automatiklaufwerke typischen ‚klappernden‘ Geräusche ausgehend vom Rotor und der Aufzugsmechanik macht. Eine wirklich erstklassige Fertigungsqualität die vermutlich auch für den vergleichsweise hohen OVP von 799€ verantwortlich ist (obwohl der Tauschwert aktuell bedeutend niedriger ist). Optisch hat mich lediglich das harte, strukturierte Lederarmband gestört, was meiner Meinung nach nicht zum Gesamtbild der Uhr passt weshalb ich dieses gegen ein glattes Lederarmband gewechselt habe.

Update: Mit dem gekauften Eichmüller Lederarmband bin ich leider nicht zufrieden. Nach nur knapp 7 Monaten lösten sich die Verklebungen des Armbandes und das obwohl ich meine Uhren immer im Wechsel trage und die Tragedauer der Xen mit am geringsten ist. Ich halte nach einem anderen schönen Band Ausschau.

2015-09-04 12.30.49

 

Update: Danke für die vielen Anfragen aber das gute Stück steht nicht zum Verkauf 😉 Ernsthaft interessierten empfehle ich ein Auge auf die Angebote des Uhrforums zu werfen. Dort werden ca. einmal im Monat Xen Uhren angeboten.



Meine Top 10 Podcasts

Podcasts begleiten meine Autofahrten die Hausarbeit oder sind einfach nur eine Einschlafhilfe. Ich stelle hier ungeordnet meine Top 10 Podcasts vor:

Sanft & Sorgfältig

Jan Böhmermann und Olli Schulz diskutieren nicht immer ganz ernst über kleinere oder größere Probleme ihres Lebens. Erstklassige Satire, tiefgründig, gemein und roh.

Glaubenssache

Alexander Waschkau und Eduard Habsburg – ein Atheist und ein strenggläubiger Katholik diskutieren äußerst respektvoll über ihre Weltansichten. Meiner Meinung nach einer der besten Newcommer 2015.

Fressefreiheit

Worum es geht: Rooby erzählt aus ihrem Leben. An und für sich wäre das nicht interessant, wenn sie nicht sehr ungefiltert über ihre Alltagssituationen berichten würde. Für mich ein erstklassiger Weg einen ordentlichen Realitätsabgleich durchzuführen. Denn es sind die Kleinigkeiten, die einem das Leben zur Hölle machen können.

Ketzer 2.0

Ein kritischer Blick aus Deutschland, Schweiz und Singapur verfolgt Kirchen- und Glaubenspolitik. Fundiert und kurzweilig.

Fraunhofer Podcast

Ein Einblick in die Arbeit der Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts und die Technikwelt von morgen – im Schnelldurchlauf.

Resonator

Holger Klein spricht mit Forschern der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren über deren Arbeit. Wissenschaftskommunikation, wie ich sie mir wünsche.

Medien-Kuh

„Film Funk & Fernsehen“ – Ein Querschnitt durch eine ganze Branche. Hintergründe und Kritik. Für mich ein „auf dem Laufenden bleiben – Podcast“

Wrint

Wrint ist zum Universum vieler verschiedener Formate geworden (Kochen, Realitätsabgleich, Fotografie, Politik, Wissenschaft, Unterhaltung, Alkohol…) von Holger Klein.

Neusprech.org

Ein Podcast über sprachliche Stilmittel zumeist aus der Politik und Wirtschaft und deren Bedeutungen.

Einschlafen Podcast

Ein Podcast von Toby Baier der den Zuhörer aus seiner eigenen Gedankenwelt reist und neue Anregungen vermittelt.

 

Wer noch einen Podcatcher sucht dem kann ich die BeyondPod-App empfehlen.