Die ersten zwei Völker

Sehr zum Bedauern vieler Imker in Deutschland zeigt sich der Frühling in diesem Jahr nicht von seiner besten Seite. Voller Vorfreude erwartete ich Temperaturen von > 10°C um meine zwei bestellten Carnica Völker endlich abholen zu können. Knapp ein Monat ist inzwischen vergangen seit ich zwei Beuten zum Befüllen abgegebenen hatte.

Zusätzlich zu den beiden Völkern habe ich noch 20 geschleuderte Honigwaben mitbekommen, damit die Völker weniger Energie in den Wabenbau stecken müssen und gleich mit dem Eintrag des Honigs loslegen können.

Die Energisleistung von 6,25kg Honig ist nötig, um 1kg Wachs zu produzieren.

Der Verkäufer meiner Bienen legte mir noch nahe, mich mit der Betriebsweise von ‚Großraumbeuten‘ nach Herrn ‚Hans Beer‘ zu beschäftigen. Er scheint die letzten fünf Jahre gute Erfahrungen damit gemacht zu haben. Ein entsprechendes Buch ist schon in meinem Besitz- eine Leihgabe des Imkervereins. Die Unterschiede zum Imkerleitfaden von Herrn Dr. Gerhard Liebig werde ich mir also noch erarbeiten müssen.

Für den Transport der Beuten wurden die Fluglöcher mit Klebeband verschlossen, mit Spanngurten gesichert und mit den Waben längs zur Fahrtrichtung ins Fahrzeug verladen. Ein komisches Gefühl mit einigen tausend Bienen zusammen im Auto zu sitzen.

Daheim angekommen war natürlich die Neugierde groß, sofort die Beuten zu öffnen und nach allem zu sehen. Leider blieb es aufgrund des Wetters nur beim Anheben des Deckels und einer kurzen Einsicht über die aufliegende Folie. Der Varroaschieber zeige allerdings deutlich in welchen Bereichen sich die Bienen in der letzten Zeit aufgehalten haben mussten. Volk 1 schien sich nur auf die mittleren 4-5 Waben zu beschränken, Volk 2 hingegen zeigte eine gleichmäßige Verteilung über die komplette Beutenbreite.

Beim Bau der Beuten habe ich die Keile für die Fluglochverengung total vergessen. Aber aus den noch vorhandenen Resten waren schnell zwei entsprechende Stücke gefertigt.

Warten wir also auf baldiges Flugwetter.



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