Thermostat am CLK W209 wechseln

Seit längerem habe ich leidig an meinem w209 feststellen müssen, dass bei Außentemperaturen von -14°C bis -23°C die Kühlwassertemperatur zwar recht schnell auf 65°C bis 70°C stieg, aber dann nur schwer zu halten war. Beim Anschalten der Heizung zwecks Komfort im Innenraum fiel die Temperatur auch nach einigen zurückgelegten Kilometern sehr schnell auf die 60°C zurück, was mich doch sehr beunruhigte, deshalb –> Heizung aus und frieren, dem Auto zuliebe.

Irgendwann habe ich mich letztendlich dazu entschlossen, das Thermostat zu wechseln, denn die SOLL-Temperatur von 85°C war nur im Stand zu erreichen, aber keines falls beim Fahren.

Die Teile waren bei Mercedes auch alle auf Lager:

  • A 271 203 05 75 Thermostat 90°C 29,00€ zzgl. MwSt
  • A 271 997 00 45 Dichtring 1,31€ zzgl. MwSt
  • A 029 997 21 48 Dichtring 1,16€ zzgl. MwSt

Auch Online (günstiger) verfügbar: Hier

 

Aus dem Gedächtnis:

  • Auto –> Hebebühne (Mietwerkstatt)
  • Kühlwasserbehälter –> Auf
  • Hebebühne –> Hoch
  • Unterfahrschutz –> Ab (6-mal 8-er Nuss)
  • Kühlerablassventil (unten am Kühler, auf der Fahrerseite -rotes Ventil) –> Auf (großen, sauberen Eimer bereithalten um die Kühlflüssigkeit aufzufangen – 8,5l Kühlflüssigkeitsmenge)

An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich die Kühlflüssigkeit erst vor zwei Monaten zwecks zu geringer Frost-Tauglichkeit getauscht habe. Ich hatte keine Lust noch einmal neues Glysantin G48 zu kaufen. Deshalb die Wiederverwertung der Kühlflüssigkeit, ansonsten würde ich zum Wechsel raten, auch wenn Mercedes Kühlflüssigkeitsintervalle von 250 000km angibt.

  • Als das Gröbste abgelaufen war (ca.4l) –> Ablassventil zu, und den Wagen auf Arbeitshöhe abgelassen.

Durch das Drücken der Kühlschläuche ließ sich schnell feststellen, dass wirklich genug Wasser abgelaufen war, um den Flansch ‚trocken‘ abschrauben zu können. Zwei mal 8-er Nuss (klasse Arbeit, kein Werkzeugwechsel)

Nach dem die Zimmermannnägel großen Schrauben herausgedreht waren, konnte der Flansch abgezogen zu werden.

Geduld! Der Flansch ließ sich nur schwer entfernen. Mit etwas rütteln und drehen ging es dann endlich. (Die Absplitterung auf Bild 2 war schon, bevor ich Hand angelegt habe)

Thermostat Flansch

Flansch mit dahinterliegendem Thermostat

Das Gröbste war also überstanden.

Wenn man nun den Flansch samt Thermostat in der Hand hat, kann man nun die Dichtung am Flansch selber, sowie die zwischen Thermostat und Flansch wechseln, Thermostat auf den Flansch stecken und (ACHTUNG!!!) beim hineinschieben von ‚Flansch-Dichtung-Thermostat‘ darauf achten, dass sich die kantige Dichtung nicht verdreht!

Schrauben wieder rein und festgezogen (9NM)

  • Die aufgefangene Kühlflüssigkeit wieder langsam einfüllen
  • An den Kühlmittelleitungen etwas ‚pumpen‘
  • Der Kühlmittelstand wird noch etwas hoch sein, deshalb Motor starten und warmlaufen lassen, zwischendurch an den Leitungen Pumpen.
  • Der alte Flüssigkeitsstand sollte schnell wieder erreicht sein.

 

Fertig!

Nachtrag (der Tag danach)

Was mir wirklich sehr postitiv auffällt ist, dass der Sprittverbrauch, trotz Minusgraden, auf Sommer-Niveau gesunken ist. Vor dem Wechsel konnte ich den Wagen auf meiner Arbeitsstrecke (38km) kaum unter 8,7l/100km abstellen. Ich hatte es auf die niedrigen Temperaturen geschoben und mir deshalb keinen Kopf gemacht. Aber jetzt stehen wieder die gewohnten 7,2l/100km im KI. Somit macht sich die Investition sogar recht schnell bezahlt.

Dauer: 20-30min

Materialpreis: 37,50€



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