Ein neues Kleid für die Insahar 2.0

Die Shisha 2.0 von Insahar hat mir vom Design so gut gefallen, dass ich mir vor einiger Zeit ein Modell in dunklem Holz gekauft habe – mehr Kunstgegenstand als Shisha.

Doch hat sich über die Zeit herausgestellt, dass die Verarbeitungsqualität und Fertigungstolleranz des Holzes nicht ganz so gut war wie erwartet. Der Lack an der Holzoberfläche bekam Risse und hat angefangen abzublättern. Der obere Teil war von Anfang an nicht ganz gerade gefertigt und hat immer auf dem massiven Aluminiumkörper gewackelt. Auch die Silikonschicht in der Bowl hat angefangen sich zu lösen und damit hatte das Wasser direkten Kontakt zum Holz.

Zeit die Shisha zu überarbeiten und eine neue Holzverkleidung zu entwerfen.

Sobald ich die Form der Grundplatte des Aluminiumkörpers einmal nachgebildet hatte, bestehen alle weiteren Teile aus der selben äußeren Grundform. Im Inneren gibt es 5 verschiedene Formen.

Die Grundfläche in Inventor

  • 15x Standardaussparung mit 10mm Rand für die Teile der Bowl und des oberen Körpers
  • 3x Bodenplatte ohne eine Aussparung
  • 1x runde Aussparung für den Aluminiumring
  • 1x runde Aussparung mit 4mm Tasche für den Aluminiumring

Ausgefräst waren die Teile in ca. 5 Stunden aus dem 21mm starken Birken Multiplexholz. Verklebt habe ich die Segmente mit wasserfestem Holzleim.

Im Anschluss gründliches Abschleifen der Oberflächen mit Schmirgelpapier. Zur Konservierung der Oberflächen habe ich Leinölfirnis genommen. Hier habe ich gute Erfahrungen mit meinen bisherigen Möbeln gemacht.

Eine kleine Herausforderung war es die Bowl gegen das Wasser zu schützen. Noch einmal wollte ich kein Silikon nehmen. Nach etwas Recherche bin ich auf Polyesterharz gestoßen, welches als Zweikomponentensystem in jedem Baumarkt zu bekommen ist. Die Verarbeitung ist simpel, sofern man eine Feinwaage zum genauen Abwiegen des Härters hat. Trotzdem unbedingt auf die Gefahrenhinweise achten!

Mit dem Harz habe ich in mehreren Durchgängen alle Innenwände der Bowl ausgeschwenkt. Das Ganze macht meiner Meinung nach einen sehr soliden Eindruck und sollte das Holz vor dem Wasser ausreichend schützen.

Ein schönes Wochenendprojekt mit gutem Ergebnis.

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Philips Hue Stablampe DIY

Ich bin eigentlich permanent auf der Suche nach neuen Lampen und Leuchten um die optisch nicht so tollen Standardlampen im Haushalt langsam zu ersetzen.

Vom Konzept her wollte ich für den Hausflur eine mehr oder weniger minimalistische Lampe, die den Raum gleichmäßig ausleuchtet und sich wegen des Smart Mirrors auch von der Helligkeit her anpassen lässt. Ist der Raum nämlich zu hell ausgeleuchtet, leidet die Ablesbarkeit des Smart Mirrors stark darunter. Es sollte also eine Kombination aus direkter und indirekter Beleuchtung werden.

Steuerbare Lampenkonzepte werden inzwischen von einigen Herstellern vertrieben, aber Phillips lässt im Gegensatz zu Osram auch Fremdgeräte in ihr ZigBee Netzwerk einbuchen. Deshalb fiel die Wahl auf das Philips Hue Konzept.

Design

Ich habe die Lampe in Invenor als CAD Modell entworfen um die genauen Abmessungen für die Schnittmasken der Bohrungen, der Aufhängung und die Gewichtsverteilung planen zu können.

CAD

Einkaufsliste

2,7m x 45mm x 75mm Holz (Baumarkt)

Philips Hue LightStrip+

Philips Hue LightStrip+ 1m Verlängerung

Drahtseil Ummantelt

Aluprofil 2m

Aluprofil 1m

Endkappen Aluprofil

Netzteil

Lüsterklemmen

Bettbeschlag Linsenkopf für die Deckenbefestigung (Baumarkt)

Herstellung

Ich musste mehrere mehrere Baumärkte durchkämmen um am Ende einen Balken in Händen zu halten, der auf den ersten 2,1m gerade war und dessen verbleibende 60cm nur unauffällig tordiert war. Ich hoffe, dass dieser Balken sich nun nicht noch im Nachhinein verzieht.

Die Nut für die Aluprofile habe ich mit einer Oberfräse gefräst. Auf der Strecke von 2m eine Tolleranz von nur 1mm mit der Hand zu führen ist nicht einfach und erfordert einiges an Geduld und Konzentration. Zeit für eine CNC Fräse! Um wenigstens die Vorzeichnung gerade führen zu können, habe ich mir schnell einen Hilfszeichner aus dem 3D Drucker gelassen.

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Der gesamte Fräsaufwand für die Lampe und den Baldachin lag bei ca. 5h.

Im Anschluss habe ich die zwei Holzteile noch mehrfach mit einer farblosen Lasur eingelassen, die die sowieso schin dunkle lampe nicht zu sehr abdunkelt aber die Struktur dennoch schön zur Geltung bringt.

LED-Stripes

Die Philips Lightstripes + sind für LED Bänder ungewöhnlich breit und zusätzlich noch in einen Silikonschlauch eingelassen. Das Problem an der Sache ist, dass es keine „T-Aluprofile“ in der entsprechenden Größe auf dem Markt gibt. Deshalb habe ich den Silikonschlauch aufgeschnitten und den LED Stripe ohne den Schutz in das Profil eingelassen. Damit aber der Stripe keinen Kurzschluss auf dem Aluprofil erleidet, habe ich den „Boden“ des Silikonschlauch als Isolator eingelassen und zwischen das Aluprofil und den LED Stripe gelegt.

Glücklicherweise wird das ZigBee Modul nicht nennenswert warm und kann somit meiner Meinung nach problemlos in die Lampe eingelassen werden.

Netzteil

Das mitgelieferte Netzteil ist leider zu groß für den Baldachin und deshalb habe ich als Austausch einen anderen LED Trafo gekauft, der sich von den Abmessungen her problemlos in den Baldachin einlassen ließ.

Das Problem an dem neuen Netzteil ist leider, dass er bei höherer Last unangenehm pfeift. Ich werde also hierfür noch nach Ersatz Ausschau halten müssen.

Ich habe inzwischen das mitgelieferte Netzteil von Philips geöffnet und dabei festgestellt, dass das Innenleben unnatürlich dick verpackt wurde. Die Elektronik in einem selbstgedruckten Gehäuse aus dem 3D-Drucker wäre ca. 4-5mm schmaler und könnte somit evtl. doch noch Platz in dem Baldachin finden.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Fazit

Ein tolles Projekt, mit einem Materialeinsatz von ca. 170€ und ca. 10h Arbeit verteilt in Planung, Teileorganisation, Fertigung und Installation. Im Moment teste ich die Funktionalitäten von IFTTT aus, um darüber zusätzlich zu den Zeitprofilen noch Events auf die Lampe zu legen (Die ISS überfliegt das Grundstück, Wettervorankündigungen usw.)

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