Motorluftfilterwechsel w204.025 350cdi

Als ich die Servicepapiere meines Wagens vor ein paar Tagen durchgegangen bin ist mir aufgefallen, dass lediglich bei 80´000 km einmal ein Motorfilterwechsel im digitalen Serviceheft vermerkt war. Mit inzwischen über 190´000 km ist es also wieder soweit.

Ärgerlicherweise existiert der 350cdi in der w204er Baugruppe aus 2011 in zwei verschiedenen Varianten (mit Plattenfilter oder Kartuschenfilter) wobei mein Wagen in dem Übergangsmonat Februar produziert worden ist in dem der Wechsel stattgefunden hat. In allen Onlineshops wurde mir der falsche Filter zum Kauf angeboten. Lediglich die direkte Suche nach der Teilenummer, die ich im Motorraum ablesen konnte hat mir die richtigen Filter als Treffer geliefert.

In meinem Fall handelt es sich um zwei Kartuschenfilter mit den Teilenummern:

-A6420942404 Beifahrerseite

-A6420942304 Fahrerseite

Diese zwei Filter gibt es auch gleich als Satz unter der Teilenummer:

-A6420940000 z.B. Hier: Link für ca. 112€

 

Der Werkzeug

Als Werkzeug für den Wechsel braucht man lediglich zwei Torx Schraubendreher

Torx T25

Torx T30

sowie ca. 10 Minuten Zeit.

Der Austausch

  • Motorhaube auf
  • Motorabdeckung nach oben abziehen (diese ist an 4 Punkten eingeklipst)
  • Die zwei Filter finden
  • Am Beifahrer-Filter die Halteklammern lösen und die zwei Torx Schrauben lösen und dabei darauf achten, dass die Schrauben nicht herunterfallen.
  • Jetzt kann man den Ansaugkanal Motorseitig leicht wegdrücken und dann die Filterkatusche nach oben/außen herausziehen. Dabei darauf achten, dass kein Dreck Motorseitig in den Ansaugkanal kommt.
  • Den neuen Filter wieder einsetzen und die Schrauben vorsichtig festziehen sowie die Klammern schließen. Dabei darauf achten, dass die rote Dichtung Motorseitig nicht verklemmt oder verdreht wird.
  • Auf der Fahrerseite  läuft der Wechsel ähnlich. Nur dass hier in der Filterkartusche noch ein Drucksensor verbaut ist. Hier muss man vorher mit dem Torx T25 den Sensor abschrauben und vorsichtig herausziehen. Den neuen Filter wieder reinstecken und den Sensor wieder festschrauben.
  • Wenn am Ende wieder alles passgenau sitzt kann man die Motorabdeckung wieder montieren und sich über neue Filter freuen.

Achtung! Mercedes sieht nach dem Austausch der Filter vor, dass man mit der Star Diagnose die Adaptionswerte des HFM (Heißfilm Luftmengen Messer) zurücksetzt. Das hat wohl den Hintergrund, dass die Motorsteuerung mit der schlagartigen Änderung der Lufttransmissionsrate durcheinander kommen kann. Das Zurücksetzen der Adaptionswerte teilt dem Steuergerät quasi den Luftfilterwechsel mit und kann ein Aufleuchten der Motorkontrollleuchte verhindern.

Ich habe den HFM Wert nicht zurücksetzen lassen ¯\_(ツ)_/¯

Bei meinem w209 CLK habe ich diesen Hinweis auch gekonnt ignoriert und keine Probleme damit gehabt. Hoffen wir mal weiter auf das Beste.

Nach einer kleinen Probefahrt lässt sich bei mir festhalten, dass kleine Drehzahlschwankungen bei der Fahrt mit Tempomat auf der Landstraße verschwunden sind. Ich hatte dieses Phänomen seit ca. vier Monaten beobachten können. Wenn diese einfache Lösung Abhilfe schaffen konnte bin ich mehr als zufrieden.

Wie immer: Keine Garantie auf die Richtigkeit meiner Tätigkeiten. Jeder ist selbst für seine Sicherheit und sein Handeln bei der Arbeit an Fahrzeugen verantwortlich.

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W204 Knackgeräusch beim Bremsen

Über mehrere Monate hatte ich ein äußerst unangenehmes Knack-Geräusch beim Bremsen vernommen. Jetzt ist meine Werkstatt dem Ganzen aber endlich auf die Schliche gekommen.

Symptome:

  • Wenn ich nach einigen 100m Fahrstrecke das Bremspedal bei Geschwindigkeiten unter 50km/h das erste Mal angetippt habe, konnte man im Innenraum ein metallisches *klack* hören.
  • Bei heruntergelassenem Fenster konnte man den Vorderwagen klar als Geräuschquelle ausmachen.
  • Rückwärtsgang rein, kurz Beschleunigen, Bremsen *klack*. Vorwärtsgang rein, kurz Beschleunigen, Bremsen, *klack*

Erst war ich der festen Überzeugung, dass die Geräusche von den Querlenkern oder Zugstreben kommen würden, die beim Lastwechsel in den Lagern schlagen würden.

Mehrmals war ich in der Werkstatt und habe mir das Geräusch anhören lassen aber erst beim letzten Termin ging die Suche nicht in Richtung Fahrwerk sondern in Richtung Bremsanlage. Die Vermutung war die, dass die Reibbeläge in der Führung im Bremsträger Spiel hätten und dadurch beim Antippen der Bremse immer ‚mitgerissen‘ und gegen den Bremsträger geschlagen wurden.

Dem war scheinbar auch so. Der Vorbesitzer meines Wagens hatte Bremsscheiben und Beläge aus dem Zubehör eingebaut, die scheinbar mit schlechten Tolleranzen gefertigt worden waren und deshalb trat das Spiel zwischen den Belägen und dem Bremsträger auf.

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Audio 50 APS iPhone 6 Halterung

Das in meiner Mercedes C-Klasse (w204) verbaute Audio 50 APS Navigationssystem ist maximal als zweckdienliches Navigationssystem zu gebrauchen aber keinesfalls visuell anschaulich und war auch im Baujahr 2011 schon lange kein Vorzeigesystem mehr im Bereich Car-Infotainment. Eine schnöde Pfeilnavigation ohne Streckenführungsansicht und auch ansonsten kaum Funktionalität (fehlendes A2DP Streaming etc.) lässt das Audio 50 APS mehr als alt aussehen.


Die fehlende A2DP Funktionalität habe ich mit einem simplen  Bluetooth Dongle im Handschuhfach nachgerüstet


Ich hatte schon länger nach einer KFZ-Handyhalterung für mein iPhone 6 gesucht und bin aber leider nicht fündig geworden. Scheibensaugnäpfe, Permanentverschraubungen am Armaturenbrett oder Halter für die Lüftungsdüsen sehen entweder nicht gut aus, wackeln herum oder sind für eine komfortable Bedienung viel zu weit weg.

Es lag also nahe mir selbst eine Art Replacement für das sowieso weitestgehend unnütze Audio 50 APS zu konstruieren und mein iPhone 6 direkt vor den Bildschirm zu hängen.

Bei meinem ersten Entwurf bin ich sehr schnell vor ersten Problemen gestanden, denn die im Fahrzeug wirkenden Kräfte in schnellen Kurvenfahrten führten dazu, dass das Gerät seitlich aus der Halterung rutschte und auch wenn das Smartphone nicht in der Halterung steckte, war die Sicht auf das dahinterliegende Display größtenteils versperrt.

Unbenannt Kopie

Der erste Entwurf

Wegen den Problemen meines ersten Entwurfs habe ich schließlich ein neues Konzept verfolgt:

  • Freie Sicht auf das Audio 50 APS Display, wenn das Smartphone nicht eingesteckt ist.
  • schnelle Montage und Demontage des Rahmens
  • stabiler Halt des Smartphones beim Beschleunigen / Bremsen / Kurvenfahrten
  • einfaches und schnelles einsetzen des Smartphones
  • Minimal Design

Im neuen Entwurf stabilisiert sich das Smartphone durch sein eigenes Gewicht in der Halterung und wird durch drei Punkte fixiert. Ein weiteres Feature ist, dass das herausstehende Objektiv des iPhone 6 als Sicherungsmechanismus innerhalb der Halterung fungiert und sich somit selbst sehr stabil verankert.

Mir persönlich gefällt es sehr gut, dass die Halterung mit eingesteckten Smartphone nahezu komplett verdeckt wird und sich das iPhone so fast nahtlos in das Cockpit integriert.

Hier noch ein Video zum Einsetzen und entnehmen des Rahmens

Als möglichen Ausblick müsste ich die Halterung noch mit einem Klappmechanismus versehen, damit man den Deckel des Audio 50 APS auch mit sich darin befindlicher Halterung schließen kann. Möglich wäre es aber im Moment ist das für mich nicht nötig.

Hier noch der Link zu meiner Halterung auf Thingiverse

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Mercedes w124 230CE Schubabschaltung

Ein Problem das zu einem Störbild am Mercedes W124 230 CE (´87)  führen kann ist eine gebrochene Feder am Drosselklappenrückzug.

Wird das Gaspedal nicht gedrückt sorgt die kleine Feder dafür, dass der Schalter zur Erkennung der Schubabschaltung betätigt wird. Ist diese Feder nicht mehr vorhanden, erkennt der Wagen die Situation des Schubbetriebs nicht mehr richtig.

Wegen einem Leerlaufproblem haben wir uns das Drosselklappengestänge einmal genauer angesehen und dabei festgestellt, dass die besagte Feder nicht mehr vorhanden war.

Wie sich bei Recherchen schnell herausstellte rostet diese Feder gerne und bricht irgendwann. Auch ein bekanntes Fehlerbild ist, dass sich die Ösen in der die Feder steckt bei hohen Laufleistungen aufscheuern. Das muss dann etwas umständlicher behoben werden (schweißen oder Schraubenkonstruktionen etc.)

Bei uns ist das Problem noch nicht sonderlich weit fortgeschritten.Nur ca. 0.5mm hat sich die Feder in das Metall gefressen. Aber bei einer bisherigen Laufleistung von 250 000 km sollte da noch etwas Platz für ein paar Jahre sein.

Die kleine Feder hat die Teilenummer: A102 993 09 10 und ist bei Mercedes für nur ~4€ inkl. MwSt. erhältlich.

2015-05-13 12.46.08

Der Einbau könnte einfach nicht sein. Feder einhängen, fertig!

Die neue Feder ist eingehängt

Die neue Feder ist eingehängt

Nun sorgt die Spannung der Feder dafür, dass der Mikroschalter der Schubabschaltung so lange gedrückt bleibt bis man den Fuß auf das Gaspedal stellt. Ein Problem weniger!

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M271 Teillastentlüftungsschlauch

Ein recht häufiges Problem der Mercedes M271-Motorenpalette betrifft einen Teil der Teillastentlüftung. Diese Motoren wurden vorzüglich in den Klassen: C, CL, CLC, CLK, E und SLK verbaut. Eine komplette Liste findet sich hier wieder. Ich hatte anfänglich auch den Verdacht, betroffen zu sein. Der OBD-Fehler ‚P2029‘ veranlasste mich, hierzu einmal genauer zu recherchieren. Berichten zufolge trat der Defekt bei einigen Fahrzeugen schon bei 40´000 km auf. Andere hingegen hatten noch nie Probleme damit.

Allgemeinen Funktion des Teillastentlüftungsschlauch bzw. der Kurbelgehäuseentlüftung

Im Kurbelgehäuse des Motors herrscht z.b. durch Blow-By Gase aus dem Brennraum und den hohen Temperaturen ein  Überdruck. Diese Überdruckgase, die aus teilweise unverbrannten Abgasen, Ölpartikeln und Spritresten bestehen, können natürlich nicht einfach ungefiltert in die Umwelt gelangen. Deshalb gibt es einen Überdruckkanal vom Kurbelgehäuse bis hin vor die Ansaugbrücke, damit die Gase verbrannt werden können. Nun ist es so, dass im Teillast- und Schubbetrieb des Motors im Ansaugtrakt ein hoher Unterdruck herrscht. Über die Teillastentlüftung können dadurch nun die Gase aus dem Kurbelgehäuse angesaugt und verbrannt werden.

nulllast

Schematisch Schubbetrieb – Kurbelgehäusedruck > Ansaugtrackt. Ventil durchlässig in Richtung Ansaugtrackt.

Im Last bzw. Volllastbetrieb des Motors herrscht dagegen im Ansaugsystem, verursacht durch den Kompressor/Turbolader ein starker Überdruck. Damit dieser über die Teillastentlüftung nicht zusätzlich noch ins Kurbelgehäuse eingebracht wird, ist ein Sperrventil in der Teillastentlüftung verbaut, das vom Ansaugbereich zum Kurbelgehäuse hin sperrt.

Lastbetrieb

Schematisch Lastbetrieb – Kurbelgehäusedruck < Ansaugtrackt. Ventil sperrt in Richtung Kurbelgehäuse.

Bekannte Defekte 

Bei einigen Smarts der ersten Baureihe der ForTwo´s wurde das Teillastentlüftungsventil verdächtigt, für Defekte und Schäden an den Motoren verantwortlich zu sein. Bei den Mercedes M271-Motoren hingegen, war es weniger das Ventil, sondern ein Schlauch, der aufgrund der hohen Temperaturen und Emulsionsablagerungen mit der Zeit spröde wurde und riss. Inzwischen gibt es diesen betroffenen Schlauch schon in der vierten Version.

A271 018 04 82 ersetzt durch:

A271 018 06 82 ersetzt duch:

A271 018 10 82 ersetzt durch:

A271 018 12 82 (~6,80€ excl. MwSt.) Inzwischen auch bei Amazon zu finden

unbenannt-2

Diagnosen

Reißt der Teillastentlüftungsschlauch oder wird undicht, gelangen Öldämpfe und Gase in den Motorraum und der Schlamm setzt sich auf dem Kompressor fest. Auf Druckseite des Ansaugtrackts kann der Kompressor bei Last keine Kompression mehr herstellen und das Resultat ist massiver Leistungsverlust. Der OBD-Fehler „P2029“ kann auf dieses Problem hindeuten. Auch von schwankender Drehzahl im Stand und dem Aufleuchten der Motorkontrollleuchte (MIL-Malfunction Indicator Light) liest man häufig. Zu testen mit einem handelsüblichen OBD-Scanner.

Der betroffene  Schlauch führt unter dem Luftfilterkasten entlang, womit es leider recht schwierig ist, den Defekt zu diagnostizieren. Mit einem kleinen Trick hingegen, kann wenigstens die Undichtigkeit nachgewiesen werden.

Achtung! Bremsenreiniger ist hochentzündlich und kann bei falschem Umgang zu schweren Verbrennungen führen. Defekte an Motorenteilen sind nicht ausgeschlossen!

Wird bei laufendem Motor im Stand Bremsenreiniger in den Bereich zwischen Luftfilterkasten und Kompressor gesprüht, werden die Dämpfe angesaugt und Verbrannt, was zu Drehzahlschwankungen führt.  Hier war schon jemand so nett und hat den entsprechenden Bereich markiert (Der Ansaugschlauch vor dem Luftfilterkasten ist bereits demontiert.

 Reparatur

In den USA/Canada war dieser Defekt Grund genug einen Rückruf zu veranlassen und diesen Defekt kostenfrei beheben zu lassen. In Deutschland hingegen leider nicht.

Recall Campaign #2008020002 bzw. #2008120008 (USA)

Recall Campaign #2008110003  (Canada)

Laut Forenberichten ist die Reparatur in einer Mercedes-Werkstatt in knapp zwei Stunden erledigt. Wer allderdings selbst Hand anlegen möchte, dem empfehle ich diese Anleitung eines Users, der zusammen mit dem Austausch des Teillastentlüftungsschlauch auch gleich alle naheliegenden Arbeiten am Motor erledigt.

Anonsten bin ich noch bei www.mbworld.org auf eine klasse Anleitung (englisch) gestoßen. Link dazu hier.

Fazit

Bei mir  war der OBD-Fehler nach dem Löschen auch nach einigen Kilometern nicht mehr zurückgekehrt. Entweder der Fehler wurde bereits durch den Vorbesitzer behoben und nicht gelöscht, oder eine kurzzeitige Fehlfunktion hat den OBD-Fehler verursacht. Die MIL war allerdings bei mir zu keiner Zeit aktiv.

Der Fehler scheint häufig bei den og. Baureihen mit dem M271-Motor aufzutreten, ist aber kein Kapitalschaden, sollte aber beim Kauf geprüft werden und vor allem im Auge behalten werden.

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W209 CLK Querlenker

Um die Querlenker der Vorderachse hatte ich mir nie groß Gedanken gemacht. Beim Kauf des Fahrzeugs wurde mir versichert, dass die Querlenker (VA) erst vor knapp 10 000 km gewechselt worden waren. Für mich war das Thema damit beendet. Der Wechsel hält das restliche Fahrzeugleben, dachte ich… Schade, es musste natürlich anders kommen.

Schon seit einiger Zeit vernahm ich beim Überfahren von Kanten oder Rissen in der Straße, klassischerweise auch bei Gullideckeln ein dumpfes ‚klonk‘ und der Schlüsselbund klapperte. Ich bin anfangs davon ausgegangen, dass das normal ist. Aber beim Abbremsen an eine Ampel im letzten Moment von 1km/h auf 0km/h gab es immer einen kleinen ‚Ruck‘. Beim Losfahren auch. Außerdem ‚flatterte‘ das Lenkrad beim vorsichtigen Antippen der Bremse bei Geschwindigkeiten ab <50km/h leicht. Das war letztlich der Moment, an dem ich mich entschied, mir die Sache von dem Fachmann um die Ecke anschauen zu lassen.

Das Problem war nicht einfach zu finden. Alle Kugelköpfe saßen stramm und die Buchsen hatten auch, kräftig gerüttelt kein Spiel. Erst der Einsatz einer Stange, angesetzt am Querlenker brachte zum Vorschein, dass die Gummibuchse sich innerhalb der Führung verschieben ließ. Somit hatte sich die Buchse scheinbar von der Verklebung gelöst. Sehr ärgerlich!  Der Mechaniker meinte ‚Billigware eingebaut!‘.

Bei Mercedes habe ich noch für 17€ 4 Querlenkermanschetten gekauft, damit die Buchsen gegen Dreck und Schmutz geschützt sind (empfehlung Mercedes).

Die Teile waren schnell bestellt und eingebaut:

  • Beide Querlenker unten Erneuern(VA): 12AW 69,60€
  • Spur Vermessen: 40€
  • Einstellarbeiten VA: 5AW 29€
  • Querlenker links: 107,89€
  • Querlenker rechts: 107,89€
  • 1Tag Leihwagen: 0€

Gesamt mit MwSt: 421,71€ zzgl. der Manschetten von Mercedes

Der Wagen ist nun merklich ruhiger und fährt wieder prima :) Top!

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w209 Koppelstangen wechseln

Nach länger Pause melde ich mich wieder mit einem kleinen Raparaturbericht von meinem CLK ( aktuell: 178 000 km)

Länger unbeachtet aber immer unterschwellig wahrgenommen habe ich ein Geräusch aus bem Bereich der Vorderachse vernommen.

Ein dumpfes Klonk/Klack konnte ich immer dann wahrnehmen, wenn ich vorallem langsam(er) über Unebenheiten gefahren bin. Sobald z.b. ein Federbein belastet wurde und das andere weniger konnte man es vernehmen. Bei höheren Geschwinidigkeiten war allerdings nichts zu vernehmen. Vermutlich zu viele Nebengeräusche.

Nach einem kleinen Abstecher in meiner benachbarten Werkstatt zwecks Unsicherheit ob dem immer intensiver werdenden Geräuschs hatte ich Gewissheit. Diagnose: Koppelstangen VA einseitig ausgeschlagen.

Zum technischen Hintergrund:

Die Koppelstangen (Pedelstützen) ‚koppeln‘ den achsverbindenden Stabilisator mit den Federbeinen. Der Stabilisator oder auch ‚Drehstab‘ hat eine ähnliche Funktion, wie z.b. die Metallstange in der ‚Space-Taste‘ auf der PC-Tastatur. Drücke ich die Taste auf der linken Seite, senkt sich auch die rechte Seite, trotz der Annahme, dass die Taste eigentlich nur links einfedern sollte. Bei der Tastatur hat es einen haptischen Grund, bzw. würde die Taste aufgrund der Länge vermutlich verkanten. Beim Fahrzeug sorgt der Stabilisator für eine ebenere Straßenlage und stabilisiert das Fahrzeug in Kurvenfahrten gegen wanken. Nun muss der Stabilisator nur noch die Achsen verbinden. Hier kommen die Koppelstangen ins Spiel. Bei den Stangen handelt es sich um einen starren Stab, der an beiden Enden kugelgelagerte Köpfe mit Gewinde zum festschrauben an Stabilisator und Federbein hat. Verschleiß tritt hier, wie vermutlich viele schon vermuten und wissen an den Kugelköpfen bzw. deren Lagerschalen auf.

Die Koppelstangen waren von der Werkstatt schnell bestellt und wurden dann auch gleich beidseitig verbaut.

Zu den Arbeitspositionen:

  • Diagnose: 2,5 AW (13€)
  • Austausch: 3,0 AW (15,60€)
  • 2 Koppelstangen á 29,30€ Marke Lehmförder (58,60€)

Summe inkl. Steuer: 103,77€

Ergebnis: Angenehmes Fahrgefühl und keine unangenehmen Geräusche mehr!

Ich habe mir die Kugelköpfe einmal genauer angesehen. Unter der Gummimanschette quoll eine schwarze Schmiere hervor. Nach der ‚Trockenlegung‘ des Lagers konnte ich einen aufgerauhten Kugelkopf und eine (vermutlich dadurch) ‚ausgeschliffene‘ Kunststofflagerschale sehen. Der Kopf hatte also ca. 1mm spiel und ließ sich sehr leicht bewegen und drehen.

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w209 Verkleidung im Fond abnehmen

Seit längerem vernahm ich aus dem hinteren rechten Bereich beim Überfahren von Bodenwellen und Unebenheiten ein leises Klappern/Knarzen.

Nach einer genaueren Ortung stellte ich fest, dass es sich um die obere Fondverkleidung handelte.

  • Zur Demontage einfach die Türdichtung vom oberen Bereich bis zum unteren Türfalz abziehen.
  • Danach mit einem kleinen Haken den Schieber herausziehen (einfach einen festeren Draht entsprechend biegen)
  • Die Rosette vom Gurtbringer abziehen.Dazu den Gurtbringer leicht herausziehen und mit einem Schraubendreher von unten entriegeln.
  • Die komplette obere Verkleidung packen und nach oben abziehen. Dazu die Scheibe absenken und von außen anpacken.

Fertig. Die Verkleidung ist nun lose und hängt nun nur noch am Gurt. Das reicht für eine Inspektion der Teile aber aus. Würde man die Verkleidung komplett lösen wollen, müsste der Gurtbügel auf dem Boden abgeschraubt werden.

Der Störenfried fand sich recht schnell. Eine kleine Plastikmanschette um den Gurt schlug gegen die Karosserie. (Auf der anderen Seite fand sich dieses Bauteil nicht, demnach habe ich es abgeschnitten und entfernt.

Auch eine Bitumenmatte hatte sich gelöst –> andrücken, Fertig.

Nach dem Zusammenbau stellte ich noch fest, dass ein kleiner Abstandshalter beim Drücken gegen die Verkleidung ein knarzendes Geräuch beim Kontakt mit der Karosserie verursachte. Das Geräusch hatte mich zwar beim Fahren nie gestört, aber vorsorglich habe ich ein kleines Stückchen einer Baumarkt-Fensterdichtung dazwischen geklebt. Jetzt ist die Seitenverkleidung erstmal still :D.

Gesamtarbeitsaufwand 5min


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Xenon Steuergerät

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, wird bereits wissen, dass ich schon leidige Erfahrungen mit einem langsam sterbenden Xenon-Zündgerät gemacht hatte Hier nachlesbar. Umso schlimmer, dass sich jetzt schon wieder ein Abblendlicht verabschiedet hatte.

Im Gegensatz zu dem Zündgerät, hatte der Tod des Steuergeräts zur Folge, dass das Abblendlicht sich gar nicht mehr zum Zünden überreden ließ.

Lichtschalter an –> Fehlermeldung „Abblendlicht rechts“

  •  Erster Verdacht war natürlich die Sicherung. Demnach Sicherung No. 61/62 im Motorraum gemessen und vertauscht, keine Besserung. Die Sicherungen waren also noch Funktionstüchtig.
  •  Zweiter Verdacht: Die Xenon-Brenner. Das Leuchtmittel Li/Re getauscht, keine Besserung.
  • Dritter Verdacht: Zündgerät (dieser Scheinwerfer hatte bereits ein Ersatzgerät verbaut) Deshalb beim örtlichen Lagerhaus ein ‚ersatz-ersatz-Zündgerät‘ besorgt und an die bereits vorhandenen Steuerleitungen geklemmt. Wieder keine Regung.
  • Letztes verbleibendes Element in der Kette der Xenon-Bauteile: Das Steuergerät.

Das Steuergerät hängt unter dem Scheinwerfer und ist dort mit drei Torx-Schrauben gesichert.

Hierzu gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht (am w209 200k Bj. 2004)

  • Die gute: Möchte man an das Steuergerät des rechten Scheinwerfers heran, kann dies ohne ‚größere‘ Maßnahmen geschehen.
  • Die schlechte: möchte man an das linke heran, versperrt der Waschwassertank den ‚einfacheren‘ Zugang.

Glück im Unglück, dass ich an das Steuergerät des rechten Scheinwerfers heran musste. Aber nun zu meinem Vorgehen:

Die Abdeckung vom vorderen Radkasten abgeschraubt. (grün auf der Explosionszeichnung) Dazu im Radkasten drei Schrauben (10er Maulweite) lösen.

Wird das Rad abgenommen, kommt man ohne größere Verrenkungen an die Schrauben heran und kann diese recht einfach lösen. Auch im späteren Verlauf nützlich, jedoch nicht zwingend erforderlich.

Im Radkasten befindet sich nun noch eine Spreizniete (Diese ist mir leider abgebrochen, ist aber war problemlos beim Freundlichen für 0,86€ zzgl. MwSt. erwerbbar ;)

Der Spritzschutz ist nun nur noch an drei weiteren Spreiznieten an der Frontlippe befestigt. Diese noch entfernen und die kleine, vordere Radkastenabdeckung kann abgezogen werden.

Damit ist das Gröbste auch schon erledigt. Nun kann man sich unter den Wagen legen und von unten die drei Torx-Schrauben am Steuergerät herausdrehen.

Spätestens hier lohnt es sich, mit den Wagenheber vorne rechts den Wagen ein paar cm. weit hinauf zu kurbeln. Das bringt Bewegungsfreiheit und entspannt die Arbeit enorm ;)

Achtung, beim Entfernen der letzten Schraube kann das Steuergerät leicht hinunterfallen!

Einbau nun in umgekehrter Reihenfolge.

Beim Einbau der vorderen Radkastenabdeckung ist Fingerspitzengefühl gefragt, wenn es darum geht, die Spreiznieten wieder hineinzudrücken, sollte aber kein Problem sein (auch hier ist es entspannter, wenn das Rad bereits abmontiert ist, funktioniert aber auch so)

Die Dauer des Wechsels sollte max. 15min dauern, ist also recht schnell durchführbar :)

Noch ein paar Worte zum Stg. Wie auch auf den Bildern ersichtlich, handelt es sich hierbei, um ein Steuergerät der Fa. AL (Automotive Lightning) mit der AL-Teilenummer: 1 307 329 072.

Mercedes vertreibt das Gerät unter der MB-Artikelnummer: A203 820 93 85 Preislich solle das MB-Stg. bei ca. 340€ zzgl. MwSt. (neu) liegen. Bei ebay werden die Geräte für rund 130€ gebraucht verkauft.

Ich habe mich für ein gebrauchtes Steuergerät entschieden.

Dieses Steuergerät wird in sehr vielen Xenon Scheinwerfern verbaut, wer hier nachforscht, wird sicher auch bei anderen Marken fündig werden. Dort evtl. sogar günstiger.

Ich habe aus Interesse das defekte Steuergerät geöffnet, um zu sehen, auf welches Bauteil der Schaden zurück zu führen sein könnte. Äußerlich ist der Platine nichts anzusehen (ich hatte mit einer total Verkohlten Platine gerechnet)

Aber bei genauerem hinsehen ist eine kleine Verfärbung am Sockel eines ‚500V Single N-Channel HEXFET Power MOSFETs (FSL11N50A)‘ sichtbar. Sogar ein kleiner Riss hat sich zwischen Basisplatte und dem Heatspreader gebildet. Ob dieses Bauteil dafür verantwortlich ist? Ich bin leider kein Elektrotechniker, aber viele Leute haben mich bereits angeschrieben und waren der festen Überzeugung, dass ein Austausch des Bauteils besserung versprechen sollte. Nur genau dieser MOSFET ist im Netz nur in Stückzahlen > 1000St. beziehbar. Bei www.mouser.de (im Suchfeld: IRFSL11N50APBF eingeben) gibt es das entsprechende Bauteil für wenig Geld.  Andere, äquivalente Bauteile sollten sich aufgrund der Leistungsdaten auf dem Datenblatt auch finden lassen. Die Frage ist nur, was beim Defekt des MOSFETs noch alles in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bastler werden sicher fündig werden 😉

Im Anschluss kann ich noch Artikel zum Xenon Zündgerät und zum Xenon Brenner anbieten.

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Xenon Zündgerät

Schon bei der Probefahrt meines CLK´s setzte sich beim Einschalten der Scheinwerfer ein Fehler im Kombiinstrument ab: „Abblendlicht rechts“.

Bei genauerem Hinsehen brannte der bemängelte Scheinwerfer aber munter vor sich hin. Und der Händler schob das Problem auf die eingebauten LED-Standlichter, wechselte sie aus und für mich war das Problem damit ohne weitere Fragen behoben.

Allerdings schlich sich diese Fehlermeldung nach kurzem jeden Morgen von neuem ein. Mit der Zeit verzögerte der bemängelte Brenner beim Zünden immer mehr, bis er schließlich ohne weiteres gar nicht mehr zündete.

Folgende Anormalitäten konnte ich feststellen:

  • Abblendlicht zündete nicht oder nur beim 10-20. Versuch (Lichtschalter schnell an/aus/an)
  • Zündete der Brenner schließlich, ließ er sich problemlos wieder und wieder anschalten.
  • Kälte erschwerte die Zündung erheblich!? (weshalb das Licht beim Abstellen des Fahrzeugs nach einigen km auf einmal problemlos zündete–> durch den Motor schön vorgewärmte Brenner!?)

Nach Rücksprache mit meinem Händler erfuhr ich, dass das Steuergerät schon mal getauscht wurde. Deshalb konnten es mit hoher Wahrscheinlichkeit nur die Brenner oder das Zündgerät sein.

Brenner hatte ich untereinander getauscht – keine Besserung (Das hätte aber auch daher kommen können, dass die Elektrodenabstände bei beiden Brennern schon erweitert waren).

Ein Test-Brenner für 19€ war in der Bucht schnell gekauft und eingesetzt –> keine Besserung. Somit lag für mich fest, dass das Zündgerät hinüber war.

Die Anatomie der Scheinwerfer

Das Zündgerät ist fest im Scheinwerfer verbaut, weshalb an dieses leider nicht heranzukommen ist. Mir graute schon vor dem Austausch des kompletten Scheinwerfers (neu ~1200€)

Aber dank eines Beitrags im W203er Forum bei Motor-Talk (gleicher Fehler, ähnliche Symptome), bin ich auf ein ‚Zündgerät-Kit‘ gestoßen, das auch beim w209 passte (gleicher Scheinwerfer).

  •  A203 820 11 12 für 116€ zzgl. Mwst.
  • 4 Lötverbinder mit eingepackt für unglaubliche 4,50€/St. (einer zum Testen, weil ich damit noch nie gearbeitet hatte) —> Online günstiger!

Zitat:

Der Mercedes-Scheinwerfer ist von Automotive-Lightning (AL). Auf deren Website gibt es einen Produktkatalog und in diesem findet man auch eine AL-Teilenummer für den Mercedes Scheinwerfer und bei weiterer Recherche stellt man schnell fest, dass genau dieses Zündgerät in sehr vielen Xenon Scheinwerfern – Herstellerübergreifend verbaut wird. Deshalb muss (scheinbar) nicht unbedingt das Zündgerät von Mercedes gekauft werden, sondern kann auch eines, dessen AL-Teilenummer äquivalent ist verwendet werden. Leider fehlt dann nur der Deckel mit der Aussparung, um das Zündgerät ordentlich hinter dem SW zu platzieren.

Der Einbau des Kits war recht einfach: Den alten Stecker abgeschnitten (Pfeil 1), die Stromleitungen und Steuerleitung des alten Zündgeräts ab (Pfeil 2 – Die abgeschnittenen Kabel verschwinden leider hinter den Lötverbindern) , neues Zündgerät an Stromleitung und Steuerleitung -Farbe zu Farbe verbinden (Pfeil 3).

Schematisch ist alles noch einmal im letzten Bild vermerkt.

Der Scheinwerfer muss nicht ausgebaut werden, es ist zwar eng, aber die Verwendung der Lötverbinder mit Feuerzeug ist mit Sicherheit angenehmer, als die Gefahr, sich an einem Lötkolben zu verbrennen. Trotzdem gehe ich davon aus, dass auch mit Lötkolben gute Ergebnisse erzielt werden können, wenn man vorsichtig ist.

Damit ist das im Scheinwerfer verbaute Zündgerät außer Kraft gesetzt und liegt nun ohne den alten Stecker als Leiche im Scheinwerfer und das neue Zündgerät kann den Dienst nun übernehmen.

Das (neue) Zündgerät kann nun in den (mitgelieferten) Deckel geschraubt werden, und hängt nun hinter dem Brenner, ohne die Leuchtweitenregulierung zu blockieren.

Nun zünden bei mir beide Brenner gleichzeitig und zuverlässig, auch bei niedrigen Temperaturen und das schon über 10 000 km hinweg :)

Kleine Anmerkung mit Bitte: Ich sehe es SEHR oft, dass Leute mit Xenon-Scheinwerfern ihren Lichtschalter in der Automatikstellung verweilen lassen. Deshalb bitte ich euch, kommuniziert es, dass das Zündgerät, Brenner und Steuergerät nicht gut tut!

Xenon-Brenner sind Langläufer. Aber durch das ständige AN/AUS (Tunnel/Waldstücke etc.) entstehen im Brenner Temperaturdifferenzen, die vor allem den Sockel belasten (evtl. ausgasen der Leuchtgase und Salze). Beim Hochbrennen, in den ersten Minuten wird der Brenner mit erhöhter Leistung befeuert, das geht vor allem auf die Anoden/Kathoden, die sich langsam abnutzen und damit vergrößert sich allmählich der Zündabstand. Somit sind höhere Zündspannungen bzw. mehrere Zündversuche nötig, was auf die Lebensdauer der Zündgeräte geht.

Lieber bei Fahrantritt (wenn es absehbar ist, dass Licht gebraucht wird) sofort das Licht anmachen, damit der Helligkeitssensor die Elektronik nicht bei jeder Schwankung belastet.

Im Anschluss kann ich noch Artikel zum Xenon Steuergerät und zum Xenon Brenner anbieten.

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Thermostat am CLK W209 wechseln

Seit längerem habe ich leidig an meinem w209 feststellen müssen, dass bei Außentemperaturen von -14°C bis -23°C die Kühlwassertemperatur zwar recht schnell auf 65°C bis 70°C stieg, aber dann nur schwer zu halten war. Beim Anschalten der Heizung zwecks Komfort im Innenraum fiel die Temperatur auch nach einigen zurückgelegten Kilometern sehr schnell auf die 60°C zurück, was mich doch sehr beunruhigte, deshalb –> Heizung aus und frieren, dem Auto zuliebe.

Irgendwann habe ich mich letztendlich dazu entschlossen, das Thermostat zu wechseln, denn die SOLL-Temperatur von 85°C war nur im Stand zu erreichen, aber keines falls beim Fahren.

Die Teile waren bei Mercedes auch alle auf Lager:

  • A 271 203 05 75 Thermostat 90°C 29,00€ zzgl. MwSt
  • A 271 997 00 45 Dichtring 1,31€ zzgl. MwSt
  • A 029 997 21 48 Dichtring 1,16€ zzgl. MwSt

Auch Online (günstiger) verfügbar: Hier

 

Aus dem Gedächtnis:

  • Auto –> Hebebühne (Mietwerkstatt)
  • Kühlwasserbehälter –> Auf
  • Hebebühne –> Hoch
  • Unterfahrschutz –> Ab (6-mal 8-er Nuss)
  • Kühlerablassventil (unten am Kühler, auf der Fahrerseite -rotes Ventil) –> Auf (großen, sauberen Eimer bereithalten um die Kühlflüssigkeit aufzufangen – 8,5l Kühlflüssigkeitsmenge)

An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich die Kühlflüssigkeit erst vor zwei Monaten zwecks zu geringer Frost-Tauglichkeit getauscht habe. Ich hatte keine Lust noch einmal neues Glysantin G48 zu kaufen. Deshalb die Wiederverwertung der Kühlflüssigkeit, ansonsten würde ich zum Wechsel raten, auch wenn Mercedes Kühlflüssigkeitsintervalle von 250 000km angibt.

  • Als das Gröbste abgelaufen war (ca.4l) –> Ablassventil zu, und den Wagen auf Arbeitshöhe abgelassen.

Durch das Drücken der Kühlschläuche ließ sich schnell feststellen, dass wirklich genug Wasser abgelaufen war, um den Flansch ‚trocken‘ abschrauben zu können. Zwei mal 8-er Nuss (klasse Arbeit, kein Werkzeugwechsel)

Nach dem die Zimmermannnägel großen Schrauben herausgedreht waren, konnte der Flansch abgezogen zu werden.

Geduld! Der Flansch ließ sich nur schwer entfernen. Mit etwas rütteln und drehen ging es dann endlich. (Die Absplitterung auf Bild 2 war schon, bevor ich Hand angelegt habe)

Thermostat Flansch

Flansch mit dahinterliegendem Thermostat

Das Gröbste war also überstanden.

Wenn man nun den Flansch samt Thermostat in der Hand hat, kann man nun die Dichtung am Flansch selber, sowie die zwischen Thermostat und Flansch wechseln, Thermostat auf den Flansch stecken und (ACHTUNG!!!) beim hineinschieben von ‚Flansch-Dichtung-Thermostat‘ darauf achten, dass sich die kantige Dichtung nicht verdreht!

Schrauben wieder rein und festgezogen (9NM)

  • Die aufgefangene Kühlflüssigkeit wieder langsam einfüllen
  • An den Kühlmittelleitungen etwas ‚pumpen‘
  • Der Kühlmittelstand wird noch etwas hoch sein, deshalb Motor starten und warmlaufen lassen, zwischendurch an den Leitungen Pumpen.
  • Der alte Flüssigkeitsstand sollte schnell wieder erreicht sein.

 

Fertig!

Nachtrag (der Tag danach)

Was mir wirklich sehr postitiv auffällt ist, dass der Sprittverbrauch, trotz Minusgraden, auf Sommer-Niveau gesunken ist. Vor dem Wechsel konnte ich den Wagen auf meiner Arbeitsstrecke (38km) kaum unter 8,7l/100km abstellen. Ich hatte es auf die niedrigen Temperaturen geschoben und mir deshalb keinen Kopf gemacht. Aber jetzt stehen wieder die gewohnten 7,2l/100km im KI. Somit macht sich die Investition sogar recht schnell bezahlt.

Dauer: 20-30min

Materialpreis: 37,50€

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Differential-Ölwechsel am CLK w209

Ich hatte keinerlei Aufzeichnungen des KFZ-Vorbesitzers zum Thema Differentialölwechsel für mein Fahrzeug gefunden. Deshalb habe ich mich entschlossen, das selbst nachhzuolen um sicherzustellen, dass das äußerlich trockene Differential nicht nur ‚trocken‘ ist, weil kein Öl mehr vorhanden war.

Mercedes selbst schreibt für den CLK-w209 keinerlei Wechselintervalle für das Differentialöl vor (sog. Lebenszeitfüllung).

Ein paar Daten zum Diff/Fahrzeug:

  • w209 200k Bj 2004
  • Laufleistung: ~150 000km
  • Diff-Ölwechsel: k.a. (Die Einfüll- und Ablassschrauben werden beim Wechsel idR. erneuert. Die Korrosionserscheinungen von Diff und Schraube waren identisch, was für mich darauf hindeutet, dass noch kein Ölwechsel erfolgt war.)

Die entsprechenden Teile:

  • Das Öl (Castrol Syntrans Limited Slip 75W-140) gab es bei ‚ATU‘ für 9,99€ das 500ml Gebinde. Die Angaben zur Füllmenge schwanken von 1,0 bis 1,3l. Deshalb 3 Stück.
  • 2 x Ablassschrauben Teilenummer: A 352 997 00 32 Zum Preis von 3,55€ incl. 19% MwSt. Die Schrauben waren leider weder beim lokalen Merdedeshändler noch bei der Niederlasung erhältlich. 2 Anrufe hingegen ergaben, dass ein paar Km entfernt eine NFZ-Niederlassung die entsprechenden Teile auf Lager hatte.

Der Ölwechsel war schnell erledigt.

  • Auto auf die Hebebühne, mit dem 14er Imbus+Verlängerung erst die Einfüllschraube gelöst, um sicherzustellen, dass diese auch wirklich(!) aufgeht.
  • Danach vorsichtig die Ablassschraube geöffnet und das Altöl in den Auffangbehälter laufen lassen.

Das Öl roch nicht gut und sah beim herauslaufen Marmoriert aus. Farbwechsel von Grau zu Schwarz. Die Menge kann ich schlecht abschätzen, aber es waren sicher keine 1l mehr. Vom Gefühl her würde ich auf 0,75l tippen, aber das kann ich wirklich nur schätzen.

Die alte Schraube noch einmal leicht hineingeschraubt und mit ca 100ml des neuen Öls etwas gesspült. Interessant zu sehen, wie schnell sich diese 100ml von Gold-Gelb in tristes Grau/Schwarz verwandeln.

Danach die neue Ablassschraube rein, und das neue Öl hineinfüllen, bis es oben wieder hinausläuft.

Einfüllschraube wieder aufsetzen und festziehen. Fertig.

Die Fahreigenschaften haben sich nicht merklich verändert. Aber ich fahre nun mit einem besseren Gefühl, weil:

  • Ich weiß, dass vorher Öl vorhanden war (man kann ja bei einem so alten, äußerlich-trockenen Mercedes-Diff ja nie wissen)
  • Ich weiß, dass ich jetzt mit neuem Öl fahre und mir die nächsten paar tsd. km keine Gedanken mehr darum machen muss.

Dauer ca. 15-20 Minuten.

Materialpreis: 33,52€

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Motorölwechsel am w209 200k

Rund alle zwei Quartale erstehe ich für den Motorölwechsel folgende Artikel:

  • 6l 0W-40 Öl von Mobil1 für 38,50€ (Bucht)
  • Ölfilter und einen Kupfer-Dichtring für 16,05€ bei Mercedes

Meine Arbeitsschritte aus dem Gedächtnis:

  • Fahrzeug auf die Hebebühne und den Unterfahrschutz abgeschraubt -8er Nuss und alle gut auffindbar (insgesamt 8 Stück).
  • Ölfilter mit einem Kreuzgelenk und einer 25er (nichtmehr sicher) Nuss gelöst und per Hand herausgeschraubt.
  • Öldeckel abgeschraubt und den Wagen wieder nach oben gehoben.
  • Dort langsam die Ablassschraube herausgedreht (Auffangwanne bereitstellen) und das Öl ablaufen lassen (das dauert…)
  • In der Zwischenzeit habe ich den alten Ölfilter zerlegt (Die drei Dichtungen und den Filter von dem Dorn entfernen und die neuen aufstecken)
  • Als alles nach ca. 10min. alles abgelaufen war, den neuen Dichtring auf die Ablassschraube gesteckt und eingeschraubt (30NM).
  • Unterfahrschutz wieder angeschraubt und das Fahrzeug abgelassen
  • Den neuen Filtereinsatz von Hand wieder aufgeschraubt und mit dem Kreuzgelenk vorsichtig! (24 NM) angezogen.
  • 5,5l neues Öl eingefüllt (abhängig von Motor!)
  • Deckel drauf, Motor 1min laufen lassen, nochmal den Stand kontrollieren und fertig!

Nun folgt noch Rücksetzung der Startlaufstrecke (Sls), abhängig vom verwendeten Öl bzw. dessen Mercedes-Benz Freigabe. Die Freigabe definiert sich nach der ensprechenden Betriebsvorschrift lt. Mercedes-Blatt BeVo 229.3 bzw. BeVo 229.5.

2013-02-09 15.42.49

Mein verwendetes Mobil1 0W40 findet sich in beiden Betriebsvorschriften wieder. Mag unnötig sein, aber ich wähle die BeVo Blatt 229.3 mit der Sls von 15´000 km. Damit entsteht bei mir ein Wechsel im Frühjahr und im Herbst und ich muss mich nicht bei sengender Hitze oder – 20°C unter dem Wagen aufhalten.

Foto

 Die Rücksetzung gestaltet sich recht einfach (Notfalls im Bordhandbuch nachsehen, einzelne Schritte können variieren:

  • Schlüssel in Position 1 (0-1-2-Start).
  • Mit den Blättretasten auf die Anzeige ‚Kilometerstand‘ oder ‚Temperaturanzeige‘ wechseln.
  • Den Reset/Helligkeitsregler 3-mal kurz drücken.
  • Schlüssel in Position 2.
  • Mit den Blättertasten auf die Anzeige ‚Serviceanzeige‘ wechseln.
  • Den Reset/Helligkeitsregler 1-mal kurz drücken. Nun erscheint ‚Ölsorte‘.
  • Mit den Tasten ‚+‘ und ‚-‚ die verwendete Ölsorte (Spez. 229.3 bzw. 229.5) auswählen.
  • Mit einer der Blättertasten die Eingabe bestätigen.
  • Den Reset/Helligkeitsregler 3sec. drücken (es erscheint: ‚Service bestätigt‘)
  • Fertig.

Arbeitszeit total: ca. 30 bis 45min und rund 8€ für die Werkstattmiete  und 3€ für die Altölentsorgung.

Macht total 66€  bzw. 55€, wenn man es daheim mit Wagenheber macht.

Wer das Öl nicht in der Mietwerkstatt entsorgen kann, der kann bei vielen anderen Werkstätten den Liter für knapp 0,30€ abgeben.

Im Nachhinein lässt sich, wenn der Wagen eben steht der genaue Öllevel über das Servicemenü ablesen. Hierzu ein kleines Video mit Anleitung für den w209 Bj.2004 200k.

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