Fernstudium in Teilzeit

Zum Wintersemester 2014/15 wird das erste Semester meines Studiums an der Fernuniversität in Hagen beginnen. Ich versuche künftig in loser Folge Artikel zu diversen Themen meines Wirtschaftswissenschaften Studiums zu posten.

Die Fernuniversität Hagen ist mit fast 90 000 Studierenden die größte Universität in Deutschland und mit fast 80% berufstätigen Studierenden die perfekte Anlaufstelle für Teilzeitstudierende, wie mich. Das Studienangebot ist vielfältig. Es existieren 5 Fakultäten:

  • Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
  • Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät
  • Fakultät für Mathematik und Informatik

Die Immatrikulation

Nach umfänglicher Informationssammlung auf den Webseiten der Fernuni-Hagen, habe ich mich gleich zu Beginn der Einschreibungsfrist für das Wintersemester am 01.06. online eingeschrieben, den Antrag ausgedruckt, unterschrieben und postalisch an das Studierendensekretariat geschickt. Eine Sache von 20 Minuten.

Knapp 4 Wochen später kam auch schon der Immatrikulationsbescheid mit Studierendenausweis aus Papier zum selber ausschneiden. Die Rechnung für das erste Semester kam weitere zwei Wochen später.

Studiengebühren

Die Semestergebühren belaufen sich auf folgende Posten

  • Studierendenschaftsbeitrag 11€
  • Grundgebühr 50€
  • Kursbelegungsgebühren
    • Einführung in die Betriebswirtschaftslehre 37,50
    • Einführung in die Volkswirtschaftslehre 37,50
    • Grundlagen der Analysis und Linearen Akgebra 37,50
    • Grundlagen der Statistik 37,50

Macht in der Summe 211€ im ersten Semester

Services

Ein kleines Manko an der Fernuni-Hagen fällt auf, sobald man sich durch die vielen Servicefunktionen gearbeitet hat. Fehlendes Single-Signon und eine mangelhafte Ingegration der Campusmanagementfunktionen (Lernplattform, Virtueller Studienplatz, Online Übungssystem, Bibliothek, Mail, Prüfungssystem usw.) machen es anfangs etwas schwer, sich zurecht zu finden. Wenigstens ist die Matrikelnummer durchgängiges Login Handle.

Steuerliche Absetzbarkeit eines Teilzeitstudiums

Im Gegensatz zu meiner Berufsausbildung besteht bei einem Teilzeitstudium neben der Berufstätigkeit problemlos die Möglichkeit, die Bildungsaufwendungen steuerlich gegen zu rechnen. Damals bestand zwar die theoretische Möglichkeit der Absetzbarkeit von Werbungskosten, aber bei einer Vergütung unterhalb der Lohnsteuergrenze kann natürlich auch kein Anspruch auf Lohnsteuererstattung bestehen.

Bei meinem Teilzeitstudium sieht das erfreulicherweise anders aus. Es besteht die Möglichkeit die Aufwendungen entweder als Sonderausgaben oder als Werbungskosten zu führen. Ich für mich werde meine Aufwendungen als Werbungskosten absetzen. Im Gegensatz zu den Sondrerausgaben sind Werbungskosten in unbegrenzem Volumen absetzbar, sofern sie im Zusammenhang der Berufstätigkeit oder des Studiums stehen. Aufwendungen über Semestergebühren, Fahrtkosten, Unterlagen, sogar Übernachtungskosten werde ich bei Anfallen sammeln und im Zuge meiner nächsten Einkommenssteuererklärung mit auflisten.

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Die Unterlagen für das erste Semester.

Workload

Für mich noch eine große unbekannte Variable ist die Einschätzung über den Workload den ich für meine zwei Module (4 Kurse) auf zu wenden habe. Jeder Kurs ist in den Modulhandbüchern mit 150h (600h Gesamt) angegeben. Verteilt auf ein Semester (~25Wochen) sollte es einem täglichen Aufwand von 3,5h entsprechen. Ich hoffe, mir die Lernzeiten so legen zu können, dass ich mir wenigstens einen Tag in der Woche komplett frei halten kann.

Die Erste Anschaffung meinerseits für das Studium war ein neuer Taschenrechner. Hier gilt es zu beachten, dass nur drei Modelle von der Fernuni-Hagen akzeptiert werden: Modellübersicht

Ich habe mich für den Casio Taschenrechner entschieden.

2 Gedanken zu „Fernstudium in Teilzeit

    1. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Skripten. VWL z.B. ist deutlich angenehmer zu lesen als BWL. In einigen Facebook Gruppen wird über alternative Unterlagen oder Begleitmaterial diskutiert. Ich selbst komme aber ganz gut klar, wenn ich mir die Themen noch einmal via Wikipedia oder Youtube anschaue 🙂

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