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Kohlenstoffmonoxid Sensor fürs Cockpit

Da sich Kohlenstoffmonoxid (CO) bis zu 300mal lieber an Hämoglobin bindet als Sauerstoff führt dies dazu, dass die roten Blutkörperchen nicht mehr genug Sauerstoff transportieren können.

Doch was hat das mit dem Fliegen zutun? Der Verbrennungsmotor von einem kleinen Flugzeug transportiert im Idealfall die Abgase über den Auspuff nach außen und die Abgase haben keinen Kontakt zum Innenraum. Nun ist es aber so, dass der Auspuff auch undicht werden kann und viele Flugzeuge den Innenraum so heizen, dass Luft über einen Luft/Luft Wärmetauscher am Auspuff erwärmen. Entsteht hier ein Riss gelangen so Abgase in den Innenraum. Weil Kohlenstoffmonoxid geruchlos ist, bemerkt man solche Lecks oftmals nur wenn es zu spät ist. In diversen BFU Berichten liest man von Kohlenmonoxidvergiftungen und daraus resultierenden Unfällen

Ursache für das Eindringen von Kohlenmonoxid in den Führerraum war ein Schaden am Heizungssystem. Es hatten sich Schwingungsrisse am Sammelbehälter im Bereich des Austrittsrohres gebildet, die letztlich eine Größe erlangten, um ausreichend Abgase ausströmen, bzw. in die Heizung einströmen zu lassen. Die Risse befanden sich unterhalb aufgeschweißter Verstärkungsbleche, so daß selbst bei der Untersuchung nach dem Unfall erst durch Zerschneiden des Bauteiles der Schaden sichtbar wurde. Eine Feststellung der Risse im Rahmen einer Inspektion muß als unmöglich angesehen werden.

https://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/1996/Bericht_96_3X007-0.pdf?__blob=publicationFile Seite 2

Der Aerokurier hat 2017 in mehreren Maschinen im Flug eine Kohlenmonoxid Messung vorgenommen und dabei bei einigen Modellen recht hohe Werte festgestellt.

Zur Erkennung kann man z.B. solche selbstklebenden Sensoren im Cockpit montieren, die durch Verfärbung anzeigen, ob sie CO ausgesetzt waren. Zum einen lösen die Sensoren zum Teil einfach auf dem Vorfeld aus, wenn beispielsweise ein anderes Flugzeug sein Triebwerk in der Nähe angelassen hat. Auch altern diese Sensoren und lösen dann auch bei höheren Konzentrationen nicht mehr aus. Für mich kein verlässliches Instrument.

Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem elektrochemischen Sensor gemacht, der mir die CO-Konzentration in PPM (parts per million) Wert anzeigt, zwei Schwellwerte erkennen kann, Leuchtet, Piepst und vibriert.

Leider gibt es zwei zwei Pole um die sich solche Sensoren gruppieren. Zum einen die super günstigen Sensoren im Bereich um die 20€ sowie die Geräte für den industriellen Arbeitsschutzeinsatz wie z.B. den Dräger PAC 6500.

Die professionellen Geräte benötigen zum Teil zwingend nach einiger Zeit eine Begasung mit Prüfgas für eine Kalibrierung was sehr hohe laufende Kosten verursacht und die günstigen Geräte bieten zum Teil nicht meinen gewünschten Funktionsumfang. Mir fehlte sozusagen das Gerät aus der Mitte.

Nach längerer Suche bin ich auf einen chinesischen Hersteller von industriellen Messgeräten gestoßen, der gerade frisch ein Produkt heraus gebracht hat, das meinen Anforderungen entsprochen hat. Leider ist genau dieses Gerät in Europa nicht zu haben. Der Hersteller war aber bereit mir ein Gerät aus seiner neuen Serie zu schicken.

Knapp 2 Wochen nach der Bestellung lag das Gerät im Briefkasten. Es macht einen soliden Eindruck und ist mit seinen zwei Knöpfen sehr einfach in der Bedienung. Wichtige Features wie z.B. das Anpassen der zwei Schwellwerte ist durch ein Passwort geschützt, sodass man es als Benutzer nur einfach an und aus schalten muss – Failsafe!

Die Batterielebenszeit sowie die Lebenszeit des Sensors wird mit 2 Jahren angegeben. Das Gerät wird aber darüber hinaus weiterhin messfähig sein, nur die Genauigkeit läuft dann aus dem Tolleranzbereich hinaus.

Ich bin gespannt wie hoch die Kohlenmonoxid Konzentration bei mir im Flug sein wird. Es wird auf jeden Fall ein Update dazu geben.

Beim Autofahren kann ich Werte um die 0-15ppm messen.

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