Minimalismus #4 Reisen

Verreisen hat mich in der Vergangenheit immer vor eine größere Aufgabe gestellt. Was muss mit und was könnte ich brauchen?

Lassen wir den zweien Teil der Frage weg haben wir schon einen guten Schritt in Richtung einer minimalistischen Packliste gemacht. So einfach ist das.

Es dürfen nur Sachen mit, die ein Problem lösen.

Was wirklich mit muss ist natürlich sehr individuell und abhängig vom Typ und Ziel der Reise. Mir hat es sehr geholfen die Sache mit einer Packliste anzugehen und jeden einzelnen Artikel mit Gewicht zu versehen.

Das hat zum einen den Hintergrund, dass festgeschreiben ist was mit muss und man nicht am Ende wieder anfängt irgendwelche „könnte-man-brauchen-Artikel“ einzupacken. Wenn man sich vor Augen führt welches Gewicht man trotz einer minimalistischen Packliste mitschleppt kann man sich doch noch einmal überlegen ob man hier oder da nicht noch einmal optimiert.

Organisation

Mit Packing Cubes lassen sich Gegenstände thematisch trennen und so bekommt man Ordnung im Gepäck. Klassische Packing Cubes für Klamotten (frisch/wäsche) und PVC Netzbeutel in der entsprechenden Größe für Hygiene- und Technikartikel

Elektronik

Steckernetzteile sind durch ihre großen Mengen an Kupfer schwer. Inzwischen schaffe ich es alle meine technischen Geräte auf Reisen mit einem einzigen Netzstecker zu laden welcher einen USB-C und USB Port hat. Davon kann ich auf alle anderen Stecker adaptieren. Für Kameraakkus gibt es USB-Ladegeräte. Notebook, Smartphone und Kameraequipment -alles mit einem Netzstecker ladbar.

Kabel habe ich inzwischen alle in der kürzesten verfügbaren Länge angeschafft. Das spart Gewicht und Platz.

Klamotten

Klamotten brauchen Platz und sind schwer. Eine Sache, die ich erst feststellen musste als ich mit dem minimalistischen Reisen angefangen habe ist, dass man keine Waschmaschinen mehr voll bekommt. So habe ich auf Handwäsche im Waschbecken alle 1 bis 2 Tage umgestellt. Eine weitere Sache sind Merino Klamotten. Diese sind leicher, trocknen deutlich schneller als Baumwolle und bieten noch einen Vorteil, dass man sie wegen der geruchshemmende Merinowolle deutlich länger anziehen kann als normale Klamotten. Ich muss also weniger oft waschen und sie sind schneller wieder einsatzfähig.

Bei meiner letzten zweiwöchigen Reise habe ich festgestellt, dass mir ein dreifacher Satz an T-Shirts vollkommen ausgereicht hätte. Natürlich hatte ich zu viel dabei.

Es gibt geruchshemmende Socken in die Silberfäden eingewebt werden und damit so wie die Merinoklamotten länger getragen werden können. Ich bin ungemein begeistert von diesen Socken. Ich kann sie theoretisch viele, viele Tage anziehen ohne, dass sie anfangen zu riechen. Das gleiche gilt für die Schuhe in denen ich die Socken trage. Die Socken sind einfach genial. Für die nächste Reise nehme ich vermutlich nur noch zwei Paar davon mit. So kann ein paar trocknen, das andere ist an den Füßen. Im Rucksack ist somit nur ein Paar.

Wie verreist man ohne ein großes schweres Handtuch mitnehmen zu müssen? Man nimmt einfach ein kleines, leichtes mit. Ich bin auf ein 50X30cm großes Microfaserhandtuch gestoßen. Als es angekommen is habe ich mich gefragt, wie es möglich sein soll sich damit abzutrocknen aber es funktioniert, wenn man es zwischendurch ein paar Mal auswringt. Es ist zwar nicht so komfortabel wie ein großes flauschiges Baumwollhandtuch aber dafür ist es nach ein paar Stunden aufhängen wieder komplett trocken und nimmt zusammengefaltet so wenig Platz wie eine Packung Papiertaschentücher weg. 

Wenn ich so darüber nachdenke stellt man sich bei der Reisevorbereitung genau die Fragen, die für die den Weg zum Minimalismus wichtig sind. Ich packe meine Koffer und nehme mit…

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